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Es geht wieder los!

So Freunde, es geht wieder los mit mir! Wieder Norwegen, wieder ein gutes halbes Jahr, aber kein Studium! Ich bin zurück im schönen Sirdal, wo ich im Januar bereits einen Monat auf der Huskyfarm verbracht habe, und werde die Zeit bis Februar nächsten Jahres am „Outdoor College“ verbringen.

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Foto: Outdoor College

Die Einwohnerzahl des verschlafenen 15-Seelen-Dorfes Lunde hat sich schlagartig verdreifacht, als am vorletzten Montag 29 Schüler und acht Betreuer und Lehrer hier ihr Quartier bezogen und die „Dr. Rolf Hoffmann Skole“ zu neuem Leben erweckten. Sieben Monate werden wir alle hier verbringen.

Einmal kurz zur Erklärung: das „Outdoor College“ ist ein noch sehr junges deutsches Schulprojekt (Start 2014), das jedes Jahr Neuntklässler aus ganz Deutschland für ein halbes Schuljahr in die norwegische Provinz entsendet. Hier werden die Schüler einerseits normal zur Schule gehen (naja – fast normal) und andererseits ihren eigenen Haushalt führen, Verantwortung übernehmen und – was natürlich das Wichtigste ist – die norwegische Natur in allen Wetter- und Höhenlagen erkunden. Mit dabei sind auch die Huskys der nahe gelegenen Huskyfarm, für die die Schüler in der Zeit eine Teilverantwortung übernehmen. Und hier komme ich ins Spiel. Denn mit meiner Husky-Erfahrung und meinen Norwegischkenntnissen werde ich das Bindeglied zur Farm sein und mit den Schülern daran arbeiten, dass am Ende im Februar eine Hundeschlittentour stattfinden kann. Außerdem werde ich das Team als Betreuer unterstützen. Eine spannende und für mich vollkommen neue Aufgabe, auf die ich mich sehr freue!

Während ich hier vorm Mädchenschlafhaus in der Sonne sitze und schreibe, laufen die Schüler in Gruppen mit Zollstöcken über den Hof und lernen, wie man mit Hilfe des Strahlensatzes die Größe entfernter Objekte bestimmen kann. Denn ein Motto hier im College lautet: „alles, was geht, soll nach draußen!“: Unterricht, Aktivitäten, Touren.

Ihre erste Outdoorerfahrung haben die Schüler und und Lehrer schon hinter sich:

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Die Schule. Foto: Outdoor College

Am vergangenen Wochenende gab es eine lange Wanderung mit Außenübernachtung im Fjell. Mit 12°C und Regen machte der norwegische Sommer es uns nicht leicht, zumal das Equipment noch unbekannt und die Wanderstiefel noch nicht eingelaufen waren. Außerdem mussten die Schüler selbst mit Karte und Kompass navigieren. Aber nun scheint wieder die Sonne, die Schuhe sind wieder trocken und wir wissen auf jeden Fall, dass Regenzeug und lange Unterwäsche in Norwegen auch Mitte August kein Übergepäck darstellen.

Als nächstes steht eine einwöchige Kajaktour an, für die die Vorbereitungen schon auf Hochtouren laufen. Es wird Brot gebacken, Aufstrich hergestellt und Material gewartet. Packlisten werden geschrieben und abgearbeitet, die Waschmaschine läuft permanent und dann läuft auch noch die Geographie- und Mathevorbereitung, da es auch auf der Tour Unterricht geben wird.

Ich selbst werde bei dieser ersten langen Tour als Backup im College bleiben und die nächsten Wochen planen, da nach der Rückkehr der Schüler auch der Alltag einkehren soll. Und auch, wenn es mir jetzt noch nicht so vorkommt: Die Zeit wird wie im Flug vergehen!

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Lunde von der Schule aus gesehen. Foto: Outdoor College

P.S.: Für mehr Infos: http://www.outdoor-college.de/

Caqalai Island

Von G’day mate zu Bula Vinaka und von Abschieden zu Neuanfängen

Da war es nun also. Ein Jahr Auslandsstudium in Australien ist vorbei. Die Rückkehr nach Deutschland greifbar. Heimweh? Vielleicht. Sehnsucht nach bekannten Mustern, nach Personen aus der Vergangenheit. Aber auch schon wieder Fernweh – und das Gefühl in einem Übergangsstadium zu sein. Freundschaften werden verlassen, um andere wieder aufzubauen. Und es kommt unweigerlich die bittere Erkenntnis, dass jeder seinen eigenen Weg gehen muss. Freude über bevorstehende Abenteuer wird von Finalität getrübt. Nichtsdestotrotz – wenn schonmal auf der Südhalbkugel, dann auch richtig. Deshalb hatte ich beschlossen, die Monate zwischen dem Abschluss in Australien und der Rückkehr an die Uni in Kiel mit ein bisschen Weltenbummeln zu verbringen.

Fidschi steht zuerst an. Dieses Land habe ich seit kleinauf als unerreichbar empfunden – so unendlich weit weg von Deutschland aus der Weltsicht eines Kleinkindes. Und nun bin ich dort, wo ich nie dachte hinzukommen. Meine Reise ist aus vielerlei Hinsicht so. Wer hätte denn schon als kleiner Stöpsel gedacht, in Australien zu studieren, in Neuseeland die wahre Bedeutung von Freiheit zu finden und auf Fidschi windsurfen zu lernen? So weit gekommen, so bald zurück.
Meine Landeseindrücke sind überwältigend. Ein wenig hatte ich erwartet, einen Kulturschock zu bekommen. Aber ich gewöhne mich überraschend schnell ein durch die Freundlichkeit der Fijianer. Die alle nach ‚Fiji-Time‘ leben. Das heißt, jeden Tag Kava zu trinken und Aufgaben zu erledigen, wenn einem danach ist. Kava ist übrigens ein hiesiges Gebräu aus Wasser und Wurzelextrakt einer bestimmten Pflanze, die hier vorkommt. Es wird meistens bei Zeremonien ausgeschenkt, wo Fijianer und Ausländer aus der gleichen Schale trinken. Bewirken tut der Saft eigentlich nur, dass die Zunge für eine kurze Zeit taub wird und man selber unglaublich müde. Bitter ist er auch. Aber als Kulturbestandteil ist er unglaublich wertvoll. Begrüßt wird man überall mit einem herzlichen ‚Bula‘.

Da mein Budget relativ knapp war und ich teure Resorts nicht durchgehend besuchen wollte, habe ich den Großteil meiner zwei Wochen auf der Hauptinsel verbracht, Viti Levu. Beste Entscheidung überhaupt. Da die meisten Touris sich sofort mit dem Fährenpass auf die Yasawas, eine Inselkette nördlich der Hauptinsel, absetzen, ist es auf Viti Levu noch überraschend unberührt und unverdorben von Touristen. Da wird man als weißhäutige Frau, die dazu auch noch unverheiratet und alleine rumreist, schon mal komisch angeguckt. Das passt halt so gar nicht in die Weltsicht der Fijianer, die auch einen Großteil an Indo-Fijianern aufweisen, also indischen Einwanderern.
Ich bin in Nadi gestartet, dort ist der Flughafen, und habe mich dort später mit einer Freundin getroffen, die schon hier war. Die allererste Begegnung mit der ‚Fiji-Time‘ kam sofort – zwei Stunden um 4.30 morgens auf das Abholen warten. Grrr. Wir sind am nächsten Tag mit dem Bus nach Pacific Harbour, ein winziger Ort mit drei Hotels und einem süßen Markt nahe eines Lotussees. Die bittere Enttäuschung über den Hotelservice wurde erheitert durch unseren Haitauchgang. Wir sind auf ungefähr 25m runter und durften dann miterleben, wie die 4m- Bullhaie direkt vor unserer Nase gefüttert wurden. Das war vielleicht ein Erlebnis! Darauf sind wir nach Korolevu und sind in einem Backpackerresort untergekommen. Das war sehr schön, genau wie man es sich vorstellt, mit Hängematten am Strand und Kokosnüssen. Mit dem lokalen Bus (immer sehr abenteuerlich) bin ich zu einem nahegelegenen Tierpark gefahren, dem einzigen auf ganz Fidschi, wo die gefährdeten Iguanas gezüchtet werden. Obwohl sehr klein, war es sehr nett hergerichtet, und Touris durften Fotos mit den Iguanas und einer Boa Constrictor machen. Am nächsten Tag machten wir uns dann auf in die Hauptstadt, Suva. Das war dann nach der idyllischen Ländlichkeit der letzten Tage schon ein echter Schock – so viele Leute! Die alle die Weißen anstarren. Die Großmärkte waren sehr lebendig, und beim Souvenirshopping wurde mir dann am eigenen Leib gezeigt, wie Fijianer früher mit Äxten Feinde umbrachten. Darauffolgend fuhr ich nach Caqalai Island – das ist eine superkleine Insel, die von einer Familie bewirtschaftet wird und man in zwanzig Minuten umrunden kann. Die paar Tage dort waren Entspannung pur – die Riffe dort sind das Beste, was ich jemals beim Schnorcheln gesehen habe. Nachts konnte man entspannt am Strand die Milchstraße bewundern.

Doch auch das ging zuende und ich fuhr weiter nach Nananu-i-Ra, wo ich erstmal zwei Stunden auf mein Boot warten musste. Nichtsdestotrotz war die Insel schön – man kann dort sehr gut wind- und kitesurfen. Die Yasawas standen als nächstes auf dem Plan. Wegen mangelndem Budget (diese Inseln sind echt teuer!) setzte ich nur nach Mantaray Island über. Dort hatte man meine Buchung verloren und so musste ich im Extrabett in der Mitte des Schlafsaals nächtigen. Aber immerhin hatte ich ein Bett. Highlight meines Aufenthalts war eine traditionelle Tanz- und Musikaufführung. Auch der Abschied wurde musikalisch gestaltet – das Hotelpersonal sang uns einen traditionellen Abschiedssong, der wirklich wunderschön war.

Dieser Abschnitt meiner Reise hat mir gezeigt, dass ich nicht viel zum Glück brauche. Ein gutes Buch, eine Hängematte, eventuell eine Kokosnuss. Ich habe mich überall willkommen gefühlt. Dadurch, dass die Fidschis relativ weit außerhalb liegen, sind viele Ecken noch Geheimtipps und werden nicht von Touristen frequentiert. Daher mein Rat: Bewegt euch auch mal außerhalb der bekannten Gegenden und lasst euch Zeit. Vielleicht wollt ihr dann gar nicht mehr weg.

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Brexit, Tropfsteinhöhlen und Ausflüge

Vor etwa einer Woche haben die Engländer für riesiges Entsetzen gesorgt, als sie sich überraschender Weise für ihren Austritt aus der EU entschieden haben. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt habe ich meine letzte Woche in Torquay verbracht und auch einiges von der aufgewühlten Stimmung vor Ort mitbekommen.

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Fernweh statt Heimweh

„Können wir so tun, als ob Flugzeuge am Nachthimmel wie Sternschnuppen sind? Denn ich könnte gerade wirklich einen Wunsch gebrauchen…“ (Airplanes – B.o.B. ft. Halley Williams)

Es muss eigentlich gar keine Sternschnuppe sein, dass Flugzeug selber würde ja auch schon reichen, um zurückzukommen…

Sechs Wochen ist es jetzt her. Erst? Schon?

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Auslandspraktikum in Südengland – the beginning

Hallo allerseits! Mein Name ist Felice, ich bin 23 Jahre alt und mache derzeit eine Ausbildung zur Medienkauffrau. In Form eines Auslandspraktikums reise ich für drei Wochen in die Stadt Torquay im tiefsten Süden Englands und möchte diese Gelegenheit gerne nutzen, um einige meiner Eindrücke mit euch zu teilen und in späteren Beiträgen auch ein wenig über meine Berufserfahrungen im Ausland zu berichten.

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2016.05.11 (6)

Über die Zeit (und ihre Beziehung zu Erasmus)

Erasmus gibt dir eine Menge Dinge. Liebe, Freunde, Zufriedenheit, Tränen, Stärke und Schwäche. Der Mut, jede Möglichkeit wahrzunehmen und die Angst, sich total verloren und orientierungslos zu fühlen. Das Einzige, was du nicht hast in Erasmus? Zeit.

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6 Monate Auslandsjahr in Kenia

Jambo!

Mein Name ist Dominik Harken.Ich bin 16 Jahre alt, ich gehe eigentlich auf das Ernst-Barlach-Gymnasium in Kiel-Projensdorf, jedoch zurzeit mache ich einen sechsmonatigen Auslandsaufenthalt in Kenia, an der Brookhurst International School, einer Boarding School, und dort gehe ich ins Year 11.

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