Nach dem Erdbeben wurden Spenden an der UDLAP gesammelt.

Gastbeitrag aus Mexiko: Erdbeben in der Vorlesung

Es war ein ganz normaler Uni-Tag für mich und meine Kommilitonen hier auf dem wunderschönen Campus an der UDLAP in Cholula, einem Vorort von Puebla. Meine Vorlesung in International Marketing hatte gerade begonnen und alles war wie gewohnt. Plötzlich ging der Erdbebenalarm der Universität los und zeitgleich spürten wir, wie der Boden unter uns anfing sich zu bewegen.

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Australien: Große Pläne und große Vorfreude

Hallo ihr Lieben,

ich bin „die Neue“ hier auf dem Blog und möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Sanna, ich bin 27 Jahre alt und lebe in Kiel. Da ich bereits drei Praktika im Ausland absolviert habe, ist es für mich nichts Neues, in einem anderen Land zu leben.

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Vulkan Agung

Bali: Der Vulkan Agung steht vor dem Ausbruch

Moin aus Bali!

Ja, ihr lest richtig. Wir befinden uns momentan auf Bali, wo gerade der Agung Vulkan kurz vor dem Ausbruch steht und bereits 14.000 Menschen in Sicherheit gebracht wurden.

Dies ist nun ein kurz eingeschobener Bericht, der nun leider nicht den genauen Reiseverlauf reflektiert. Auf den im Text genannten Netzwerken könnt ihr immer aktuell dabei sein.

Vielleicht kennt ihr das oben angezeigte Bild bereits von unserem Instagram oder Facebookprofil. Als wir das Foto machten, saßen wir gemütlich am Strand von Lombok und bestaunten den wunderschönen Sonnenuntergang, der hinter dem riesigen Vulkan verschwand. Gerade habe ich mir das Bild nochmal angesehen und konnte mich in das Gefühl zurückversetzten. Auch wenn Lombok mir nicht gefallen hat, fand ich den Ausblick auf Bali wunderschön. Der Agung war den ganzen Tag nicht zu sehen und nur mit den letzten Sonnenstrahlen kam er zum Vorschein. Das hatte jeden Abend, an dem wir uns den Sonnenuntergang angesehen haben, etwas Magisches.
Nun soll das Magische aber gefährlich werden. Werden wir, hier in Canggu (ca. 70 Kilometer entfernt) etwas davon mitbekommen? Gerade habe ich gelesen, dass er scheinbar die nächsten Tage wirklich ausbrechen soll. Wie ist mein Gefühl dabei? Bisher war ich sehr entspannt, habe es ehrlich gesagt etwas verdrängt, abends ab und an mal die News gecheckt, wie die Chancen eines Ausbruches stehen. Gerade eben aber bekam ich viele Nachrichten von Freunden und auch die Medien, die lokalen Nachrichten, sind vollgepackt. Ist es so ernst?
Ich war doch eben auf einem Skateboard- Event und trank ein Bier. Wie kann es sein, dass auf der gleichen Insel, nur wenige Kilometer entfernt Angst und Schrecken herrschen?

Werde ich bei einem Ausbruch die Auswirkungen mitbekommen?

Bereits letztes Jahr waren der Manne und ich in Phuket, kurz nachdem der Anschlag passierte und auch das Jahr davor waren wir gerade einen Tag aus Bangkok raus, als dort ein Anschlag verübt wurde. Nie hat man, nur wenige Kilometer davon entfernt, etwas als Tourist mitbekommen. Wird es nun anders sein?
Ganz wahrscheinlich wird es sich auf unseren Flug, der für den 30. September nach Jakarta geplant ist, auswirken. Übermorgen werden wir nach Ubud fahren, um dort endlich unsere nachgesendeten Kreditkarten abzuholen. (Die ganze Story gibt es auf unserem Blog zu lesen, der momentan bearbeitet wird.)

Hier noch einige Details zum heiligen Berg Agung:

Der Mount Agung ist ein aktiver Schichtvulkan und der höchste Berg der Insel mit 3142 Metern.
Der Vulkan ist zuletzt 1963 ausgebrochen, hierbei kamen ca. 1100 Menschen ums Leben und die Eruptionen dauerten über sechs Monate an. Es waren viele Einheimische, die ihre Dörfer nicht verlassen wollten. Der Vulkan gilt als heilig. Es heißt, die Geister der Ahnen, sowie die hinduistische Gottheit Shiva sind auf ihm zu Hause. Der Legende nach wird der Agung als Zentrum der Welt gesehen. Er entstand aus einem Splitter des Berges Meru (ein Berg aus dem Mittelpunkt des Universums), den ein hinduistischer Gott namens Pasupati zerteilte.
Es gibt unzählige heilige Schreine, Altäre, mehrere Heiligtümer und den wichtigsten Tempel (Pura Besakih) der Hindus auf Bali am Hang des Berges. An diesen heiligen Stellen werden die Ahnen sowie die Götter des Berges verehrt. In religiösen Zeremonien wird heiliges Wasser mit Palmenblättern vom Berg aufgefangen und Pilger werden mit diesem Wasser beträufelt.

Wenn der Agung ausbricht, wird sich hier einiges verändern – auch für uns. Lasst uns alle die Daumen drücken, dass alle Menschen rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden und dass auch die vielen Tiere sich in Sicherheit bringen können.

Bis Bald,
Euer Finn und eure Femke

Bali Update (26.09.2017):

Ein kleines Update zum Vulkan!

Es wurde die höchste Warnstufe ausgesprochen und die Sperrzone wurde auf 12km um den Vulkan angepasst.

Wir sind jetzt seit gestern zurück in Ubud, wieder etwas dichter am Agung, aber immer noch weit genug weg (ca. 40 km). Auch hier ist alles wie vor 2 Wochen, seit gestern sind nichtmal mehr Erdbeben zu spüren. Das einzige was sich hier verändert hat sind die vielen Indonesier, die spenden für die Menschen aus den Evakuierungsgebieten sammeln. Ubud gilt als sicheres Gebiet, viele der geflüchteten Menschen sind nun hier in Ubud untergekommen. Oder sie wurden in Not-Quartiere gebracht, die in Schulen, Sporthallen und auf dem offenen Feld eingerichtet werden.
Ca. 60000 einheimische weigern sich noch ihr Zuhause zu verlassen, aus Angst Ihr komplettes Hab und Gut zu verlieren oder das der hart erarbeitete Besitz gestohlen wird.

Die bevorstehende Eruption führt zu großen Sorgen und vielen Gerüchten: Es kursieren mittlerweile sämtliche Bilder, die einen vermeintlichen Vulkanausbruch hier auf Bali zeigen. Hierbei handelt es sich aber um Fälschungen!

Der Vulkan ist noch nicht ausgebrochen!! Es handelt sich vermutlich um Bilder von anderen Vulkanen.

Wir bekommen hier und über Facebook sowie Instagram häufig fragen von besorgten Leuten die noch nicht hier sind aber eigentlich in den nächsten Tagen ihren Flug nach Bali haben oder die verwandte hier haben.

Wir können euch leider nicht den absoluten Rat geben! Wir können leider auch nicht sagen wie schlimm es wird! Durch die vielen Panik-Nachrichten werden wir natürlich verunsichert.
Aber wir sind hier vor Ort und können die Situation auch nur am Ist-Zustand messen. Und das vermitteln was wir spüren und was uns hier vor Ort von einheimischen erzählt wird.

Das Leben hier in Ubud geht seinen gewohnten Weg.

Die Bauern bewirtschaften ihre Felder wie zuvor.
Alltagsgewusel, Bali/ Indonesien

Der Ubud Markt ist voller toller Souvenirs und es ist die gleiche Stimmung unter den einheimischen Verkäufern wie zuvor.


Die Kinder lassen ihre Drachen auf dem Fussballfeld steigen.Alltagsgewusel, Indonesien, Drachen steigen lassen

Keiner hier vermittelt uns das Gefühl von Angst und Panik.

Die Panik und die Angst kommt von außerhalb, durch einige Medien die den bevorstehenden Vulkanausbruch jetzt schon als unglaublich dramatisch darstellen.
Alles ist voll mit Panikmache.

Uns tun die vielen Tiere leid, die nicht evakuiert werden können und die einheimischen die vermutlich ihr Zuhause verlieren werden. Gerade das Gebiet um den Vulkan zählt zu den ärmeren Bereichen hier auf Bali.

Wichtig ist einfach:

Für alle die auf Bali sind:
Haltet euch an die Sperrzone von 12km und an die vorgaben der einheimischen und der Regierung.
Auch das auswärtige Amt rät auf die indonesischen Behörden zu hören.
Wenn es zum Ausbruch kommt und der Flughafen aufgrund der Aschewolke geschlossen werden sollte, haben die indonesischen Behörden bereits einige Ausweichflughäfen bestimmt (z.B. auf der Nachbarinsel Lombok).

Für alle die in Deutschland sind und sich Sorgen machen:
Macht euch nicht zu viel Sorgen, hier auf Bali ist vermutlich weniger von all dem wie es in den Medien breitgetreten wird zu spüren.
Vertraut auf eure Verwandten, Kinder, Freunde und auf die indonesischen Behörden.

Um immer aktuell zu bleiben, schaut auf unserer Facebook-Seite oder unserem Instagram Profil vorbei. Hier werden wir sofort etwas posten, wenn wir neue Informationen haben.

Groß werden in drei Ländern: über Multilokalität, Mehrsprachigkeit Heimat und Glück

Wie sich Multilokalität anfühlt 

Paraguay, Deutschland, Thailand. Südamerika, Europa und Asien. Eigentlich können diese drei Länder kaum unterschiedlicher sein. Mein Leben ist voller Kontraste und ich bin dankbar dafür.

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Freiheit Zitat Finn

Plötzlich Millionär!

Rückblick:

„Der kalte Wind lässt mir die Augen tränen. „Geschafft und frei“, abgemeldet aus dem System. Vorher immer in gefühlter Sicherheit gelebt, nie gegen Auflagen verstoßen, an Gesetze gehalten. Den Ämtern alles gegeben was sie wollten, Auskünfte über mein ganzes Leben, wo ich mit wem in welcher Wohnung unter welchen Bedingungen lebe, wovon ich meinen Lebensunterhalt bestreite, ob ich ein Auto habe, welche Konten, Vermögensnachweise, Gesundheitszustand und was eben die freie demokratische Lebensweise einem so abverlangt…
Meine Reise ist die Suche nach dem „Ich“, die suche nach verlorenen Träumen. Ich bin ein Kind dieser Welt und benötige keine langen Pläne. Ich stille nur meinen Lebensdurst, meine Sehnsucht nach Abenteuer und Gefahr, frei von Politik und Vorurteilen. Mein zu Hause ist wo ich gerade bin.

Ich glaube es ist nicht der kalte Wind in meinen Augen… es sind Tränen der Freiheit, der Freude endlich selbst zu bestimmen, den Daumen in den Wind zu halten und meine Mutter anrufen zu können und ihr sagen „Mama… ich lebe“

Moin, Moin Ihr lieben Leute!
Wir sind jetzt seit einem Monat und 8 Tagen auf unserer Weltreise für unbestimmte Zeit.
Nun melden wir uns schon direkt von unserer zweiten Station, Indonesien! Hier sind wir vor 9 Tagen gelandet und genießen nun endlich die dauernde Sonne mit einer frischen Brise hier auf Lombok!

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Varanasi – die heiligste Stadt in Indien

Varanasi liegt im Nordosten Indiens am heiligen Fluss Ganges. Varanasi ist die heiligste Stadt des Hinduismus – Das war der Grund für mich, diese Stadt zu besuchen. Ich denke, um diese Religion bzw. Tradition aus Indien besser kennen zu lernen und vielleicht auch zu verstehen, muss man einmal diese Stadt besuchen.

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Der 4. Juli – Eine Nation im Ausnahmezustand

Der 4. Juli 2017, der Nationalfeiertag der Vereinigten Staaten von Amerika, liegt hinter mir. Die USA feiert dabei landesweit den Geburtstag der Nation und die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung im Jahre 1776. Bereits im ersten Satz dieser Erklärung befinden sich die Worte Life, Liberty and the Pursiut of Happiness, also Leben, Freiheit und das Streben nach Glück. Wenn ich nun im Nachhinein meinen 4. Juli in drei Worten zusammenfassen müsste, würden dabei wahrscheinlich eher folgende drei Worte herauskommen, die dazu noch alle mit demselben Buchstaben beginnen: Baseball, Barbeque und Ballern. Aber der Reihe nach.

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