Auf geht’s !

So ich bin heute endlich in Jerusalem angekommen und sitze am Computer in der Herberge wo ich nach meinem Vorbereitungsseminar und 8 Tagen ohne Internet endlich angekommen bin.

Jerusalem at night

Doch von vorne: Ich bin Nils Beckmann und komme aus Kiel und mache mit der der Organisation „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.“ einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst in Jerusalem, Israel.
Dort werde ich dann in zwei Einrichtungen arbeiten:

Auf der einen Seite arbeite ich in dem Kinder und Frauenhaus „Isha LeIsha“ und betreue da Kinder von Müttern, die in Notlage geraten sind. Außerdem bin ich noch in dem „Irgun Jozeij Merkas Europa“, einer Organisation für jüdische Einwanderer aus Europa. Für diese Organisation werde ich Biografien von einzelnen alten Menschen anfertigen und diese auch zu Hause besuchen.

Vor acht Tagen, am 3. September, bin ich mit einem Gemisch aus Trauer und Vorfreude losgefahren.
Auf dem Weg nach Hirschluch wurden wir dann immer mehr Freiwillige, die mit uns im Zug saßen und gen Vorbereitungsseminar aufbrachen. Dort angekommen gab es nach den obligatorischen Kennlernprogramm noch ein erstes Treffen der Israelgruppe. Beim Treffen mit den 20 anderen Freiwilligen (FW) haben wir dann nochmal versucht unsere Ängste und Sorgen, auch im Hinblick auf Giftgasangriff in Syrien zu zerstreuen.

Im Laufe der Woche haben ich mich dann in einer Kleingruppe mit FW, die ähnliche Projekte, also auch Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, machen getroffen und uns zum Beispiel für mögliche Strategien für Konfliktlösungen überlegt.
Auch haben wir uns während der Woche immer wieder mit unseren Schwächen und Stärken beschäftigt und auch mit der Geschichte des Vereins „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.“
Dabei kam natürlich das gemeinsame Feiern an jeden Abend nie zu kurz. Je nach Lust machten wir ein gigantisches Feuer, spielten Werwolf oder sangen gemeinsam Lieder.

Zum Abschluss gab es dann noch am letzten Abend ein große Abschiedsparty auf dem Gelände in Hirschluch. Dort mussten dann alle Ländergruppen sich eine kleine Präsentation ausdenken. Unsere Israelgruppe konnte sich natürlich nicht nehmen lassen, alle darauf hinzuweisen, dass es 36 Grad in Israel sind und in den nächsten Monaten nicht regen wird.

Nach der Party sind wir dann völlig übermüdet in den Bus zum Flughafen gestiegen und haben dann um 11 Uhr den Flieger nach Tel Aviv mit El Al genommen. Das besondere an dem Flug mit El Al ist das außergewöhnliche Sicherheitssystem bei El Al. Jeder Passagier muss sich einer gesonderten Befragung unterziehen und wird dann auch mehrmals durchleuchtet und abgetastet.

Erschöpft und müde sind wir dann heute Abend im Beit Ben Yehuda Hostel angekommen und haben jetzt hier einen Sprachkurs und noch ein paar länderspezifische Einheiten.

Morgen dürfen ausschlafen und der Tag beginnt dann um 12 Uhr mit einem Brunch. Anschließend geht’s es dann weiter mit einer Stadtführung durch Jerusalem.

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