Dänemark – Ist da überhaupt ein Unterschied beim Essen?!

Matjes 5.TIF

Foto: Eisenkrätzer

Zuerst dachte ich, dass es in der Küche gar keine Unterschiede gibt, aber immer mal wieder stößt man doch auf Besonderheiten der dänischen Küche.

  • Die Dänen essen nicht mittags warm, sondern abends. Auch wenn wir das zu Hause eigentlich auch fast immer machen, war es zu Anfang eine Umstellung, weil wir auch in der Jugendherberge dann bis sieben Uhr abends nur Brot hatten.
  • Ich habe das Gefühl, dass die Dänen sogar noch mehr Brot essen als wir Deutschen.
  • Das Rugbrød (spr.: Rubröl): Das ist die dänische Art von Schwarzbrot, und diesem Brot kann man hier in Dänemark schon einen eigenen Absatz widmen, weil es hier einfach das wichtigste Nahrungsmittel ist. Man isst es zum Frühstück und Mittag und legt quasi alles rauf. Gestern Mittag hat eine Freundin sich sogar den Gemüseauflauf vom Vortag auf einer Scheibe Rugbrød mit zur Schule gebracht.
  • Am Wochenende isst man meistens Brot und darauf eine Kleinigkeit, wie z. B. ein Stück Fisch zu Mittag. Unter der Woche, wenn alle zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause kommen, macht sich jeder schnell irgendwas selbst.
  • Außerdem kommt über alles dänische Remoulade rüber (habe ich manchmal das Gefühl). Und dann noch Röstzwiebeln. Darunter kann quasi alles liegen, aber auf jeden Fall ein Rugbrød. Pommes werden auch nicht mit Mayonnaise, sondern mit dänischer Remoulade gegessen.
  • Typisch dänisch ist auf jeden Fall noch „Bøf med løj”. Das sind Frikadellen mit angebratenen Zwiebeln, und dazu gibt es dann Kartoffeln.
  • Kartoffel werden übrigens auch in Unmengen gegessen.
  • Dann gibt es noch „Rødgrød med fløde”, welches einfach nur rote Grütze mit Sahne bzw. Milch ist.
  • Koldskål og Kammerjunker: Koldskål ist eine Milchkaltschale, bestehend aus Buttermilch, Eiern und Zucker. Die Version mit Zitronengeschmack ist hier ziemlich weit verbreitet. Dazu isst man Kammerjunker (typisch dänisches Biskuit-Gebäck), manchmal auch mit Zwieback oder gerösteten Haferflocken. Allerdings wird es fast nur im Sommer gegessen, und deswegen habe ich es auch noch nicht probiert – aber ich dachte mir, ich nehme es trotzdem hier mit hinein, weil es typisch dänisch ist.

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