Am Toten Meer

Am 19.10.2013 bin ich mit David und Naomi zum Toten Meer zum „Kibbuz Ein Gedi“ gefahren. Früh morgens sind wir gemeinsam mit einem Taxi zum Damaskus Gate gefahren. Dort fahren die Arabischen Busse los. Wir wollten mit so einem nach Ein Gedi fahren, da am Samstag (es ist Sabbat) keine Busse der Egged fahren, der größten Busgesellschaft in Israel.

Leider stellten wir fest, dass am Damaskus Gate keine Busse nach Ein Gedi fahren und wir mit dem Bus zu einem Checkpoint fahren müssten und dann weiter. Während der Suche nach der richtigen Bushaltestelle hielt plötzlich ein Taxi neben uns, dass uns nach einigem Handeln, für 300 Schekel nach Ein Gedi fahren wollte.

Der freundliche Taxifahrer fuhr mit uns durch Ostjerusalem, hielt öfters an und erzählte uns viele interessante Dinge über das Leben in Ostjerusalem. Wir hielten auch am Meeresspiegel um ein paar Fotos zu machen. Das klingt vielleicht etwas komisch, liegt aber daran, dass das Tote Meer der tiefste Punkt der Erde ist, mit 420 Metern unter dem Meeresspiegel. Der Fahrer bot uns an, Fotos von uns zu machen und ließ uns Zeit, die Wüste zu bestaunen. Nach 25 Minuten weiterer Fahrt hielten wir dann am Kalia Beach, wo der Fahrer uns rauslassen wollte.

Er war davon ausgegangen, dass wir drei „normale“ Touristen sind, die nur einmal in ihrem Leben im Toten Meer baden wollten und er uns dann nach Hause wieder fahren könne, natürlich für weitere 300 NIS. Wir aber wollten wirklich nach Ein Gedi, dass noch weitere 44 Kilometer entfernt war. Als für den Fahrer klar wurde, dass wir nicht „normale“ Touristen sind, sondern wirklich nach Ein Gedi wollten, war es dann mit der Höflichkeit vorbei: Er raste, fuhr sehr schlecht, hupte ständig, und das einzige, was er noch sagte, war das Angebot, auf uns zu warten und uns zurück zu fahren.

Am Strand angekommen, versuchten wir möglichst elegant ins Wasser zu gelangen. Das stellte sich aus zwei Gründen als nicht so einfach heraus: Erstens war es ein Steinstrand und daher war das Laufen nicht einfach war. Zweitens muss man sich an neues Gefühl von Wasser gewöhnen: Das „Wasser“ fühlt sich nicht an wie „Wasser“ sondern eher wie eine leicht ölige Flüssigkeit, die, wenn man sie aus Versehen probiert, wie das Salzigste schmeckt, das man je probiert hat. Weiterhin fängt die Haut am ganzen Körper an zu brennen, insbesondere wenn die Haut entzündet ist.

Plötzlich kann man sich sogar einfach auf das Wasser legen und Beine und Arme in die Luft strecken, ohne das man droht unterzugehen.

Nach 10 Minuten hat es keiner mehr von uns ausgehalten im Wasser und wir mussten uns mit Süßwasser duschen. Nach dreimal baden und duschen hatten wir dann alle drei genug und haben den restlichen Tag mit Warten auf den Bus im Kibbuz Restaurant verbracht.

Ein Gedanke zu „Am Toten Meer

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