Weihnachten kommt!

Ja, ich weiß, es ist und war ein wenig früh, aber seit dem 15. November kommt hier langsam aber sicher Weihnachtsstimmung auf, denn an dem Tag haben die Mädchen aus meiner Klasse „Julehygge“ (Jul: Weihnachten, hygge: dazu habe ich immer noch keine richtige Übersetzung, aber jetzt passt vielleicht sowas wie „gemütliches Zusammensein“) gemacht und da Weihnachtsschmuck für die Klasse gebastelt. Außerdem haben wir Glühwein getrunken und Æbleskiver (Rezept kommt ans Ende auch wenn wir einfach nur fertige aufgebacken haben. Das entwickelt sich hier langsam zum Kochblog.) gegessen. Ich finde, dass Æbleskiver seeehr gut schmecken.

Wir haben auch zusammen darüber gesprochen, wie man in Deutschland Weihnachten feiert und ich glaube, die halten uns Deutsche jetzt für völlig seltsam, weil wir weder Æbleskiver kennen, noch einen Adventskalender im Fernsehen laufen haben oder, was das schlimmste ist, keine Nisser haben.

Nisser sind Wichtel, die dem Weihnachtsmann helfen und es heißt hier auch „Nissehue“, also Wichtelmütze und nicht „Julemandhue“, also Weihnachtsmannmütze. Als ich das erwähnt habe, wurde ich erstmal herzhaft ausgelacht, weil das denen so merkwürdig vorkam.
Generell unterscheiden sich deutsche und dänische Weihnachtstraditionen doch sehr voneinander. Zum Beispiel isst hier ganz Dänemark an Heiligabend Enten- oder Schweinebraten mit weißen (normalen) oder braunen (mit Zucker) Kartoffeln und Rotkohl. Sie stehen dafür stundenlang in der Küche und in Deutschland ist es nicht gerade unpopulär einfach nur Würstchen mit Kartoffelsalat zu essen.

Diese kleinen Sachen nur vorweg, aber dafür, das wir erst Ende November haben, finde ich das schon eine ganze Menge an Unterschieden, aber ausführlicher schreibe ich nochmal darüber nach Weihnachten.

Zutaten:
– 500 g Mehl
– 250 g Butter
– 250 ml Milch
– 5 Eier
– 50 g frische Hefe
– 0,5 TL Kardamom
– 5 Äpfel
– 1 TL Zimt
– 2 EL Zucker
– Puderzucker
– Marmelade

Zubereitung:
Die Butter in der Milch schmelzen und das Mehl, die Eier und den Kardamom unterrühren. Das ganze 5 Minuten gären lassen und mit ein bisschen lauwarmer Milch vermischen. Danach alles noch einmal zwei Stunden gären lassen.

Die Äpfel in Scheiben schneiden und mit einer Mischung aus Zimt und Zucker bestreuen.
Wenn der Teig fertig aufgegangen ist, jeweils einen Esslöffel in ein Loch der Æbleskiverpfanne (Da ich glaube, dass kaum jemand in Deutschland eine Æbleskiverpfanne besitzt geht es auch, wenn man versucht den Teig beim Backen in einer normalen Pfanne zusammenzuschieben, nur die Form wird dann nicht so schön.) geben und jeweils ein Apfelstück reinstecken.
Das Ganze mit Puderzucker und Marmelade servieren.

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