Türkei – Jesus=Isa?

Jesus- Prophet oder Gottes Sohn/ bzw. Gott?

„Sagt: Wir glauben an Gott und (an das), was (als Offenbarung) zu uns und was zu Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt worden ist und was Mose und Jesus und die Propheten von ihrem Herrn erhalten haben, ohne daß wir bei einem von ihnen (den anderen gegenüber) einen Unterschied machen“ (Sure 2, 136)

Das sagt der Koran, Jesus ein Prophet in der langen Reihe von ihm vorgegangenen Propheten, der Empfänger der Offenbarung (=Evangelium) und Ankündiger von Mohammed. Ein Gesandter Gottes.

„Jesus spricht: ich und der Vater sind eins!“ (joh, 10,30)

„Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“ (Mt 3,16.17)

Und das ist eine Aussage die Gott und Jesus in der Bibel über ihn treffen. Ich und der Vater sind eins. Eins meint die Einheit von Jesus und Gott, zu der übrigens auch der heilige Geist gehört. Ob Jesus sagt, dass er der Gottesohn ist (joh 10,35), Meister und Herr (Joh 13,13), die Auferstehung und das Leben (11,25) oder Gottes gehorsammer Diener (Joh 4, 34) bedeutet es letzten Endes, dass er Gott selbst ist. Jesus ist ein Mensch der Gott verkörpert. Das klingt verwirrend und nennt sich die Heilige Dreieinigkeit. Natürlich hat Gott im biologischen Sinne keinen Sohn. Jesus Christus ist „wahrer gott“ und „wahrer Mensch“ zugleich. Zwei „Naturen“, unwandelbar, untrennbar, ungeteilt und unvermischt, immer und zugleich.

Die Verwirrung über den Dreieinigen Gott spiegelt sich auch im Koran wieder:

„oh Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt gegen Allah nur die Wahrheit aus! al-Masīḥ ʿĪsā, der Sohn Maryams, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Maryam entbot, und Geist von Ihm. Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten und sagt nicht „Drei„. Hört auf (damit), das ist besser für euch! Allah ist nur ein Einziger Gott. Preis sei Ihm (und Erhaben ist Er darüber), daß Er ein Kind haben sollte! (sure 4, 171) “

Nur besteht nach Ansicht des Korans die Dreifaltigkeit aus Gott, Jesus und Maria. In der Bibel wird ihr nirgendwo eine nur gottähnliche Stellung eingeräumt. Allerdings praktizierten einige Gemeinden zu der Zeit Mohammeds einen großen Marienkult, so könnte es sich bei dieser Textpassage weniger um eine Kritik am Christentum selbst, als an seiner Auslebung einiger Gemeinden handeln. Wie auch immer, festzuhalten ist, dass der Dreieinige Gott sich aus dem Vater, dem Sohn und dem heiligen Geist zusammen setzt.

Das die Geschichten über Jesus in Koran und Bibel different sind, beginnt schon bei seiner Geburt. Maryam ist alleine und gebährt Jesus unter einer Palme, während Maria zu einer Volkszählung nach Jerusalem mit ihrem Verlobten Josef aufbricht und Jesus des Nachts in einem Stall zur Welt bringt. Außerdem spricht Jesus in der Bibel auch nicht um seine Mutter gegen Vorwürfe zu verteidigen sondern sieht wie ein ziemlich normales Baby aus, bis auf die Tatsache, dass ein Engelschor singt und die drei Könige aus dem Morgenland angereist kommen. Über den Verlauf von Jesus Kindheit ist auch in der Bibel nichts berichtet, mit Ausnahme einer Geschichte, wo Jesus mit 12 Jahren von seinen Eltern wegläuft, um in einem Tempel mit Gelehrten über die Schrift zu diskutieren (lukas 2, 41-51).

Auch die Wunder, die Jesus in Koran und Bibel tut, unterscheiden sich. Zwar heilen beide Blinde und Leprakranke und lassen einen Toten wieder auferstehen, aber das Wunder vom gedeckten Tisch (sure 5, 112-114)  als Beweis seiner Wahrhaftigkeit für seine Jünger  kommt in der Bibel nicht vor. Auch nicht die Geschichte von den Vögeln, die Jesus aus Ton formt und Leben einbläst (sure 3, 49). Obwohl diese Geschichte in dem nicht-kanonischen Evangelium des Thomas erzählt wird. Das erste Wunder, das Jesus laut Bibel tut, ist 700 Liter Wasser in Wein zu verwandeln (Joh 2 6-10), was ziemlich lustig ist, wenn man bedenkt, dass laut Koran der Umgang mit Alkohol verboten ist. Desweiteren stillt er einen Sturm (Mat 9, 23-27), heilt Besessene (z.B. Mat 12,22)  läuft auf dem Wasser (Mat 15,25), heilt Blinde und Stumme (Mat 10, 29), und speist 5000 Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen (Mat 15,18-21) – um die wichtigsten aufzuzählen.

Vielleicht ist es auch nicht so wichtig zu wissen, welche Wunder Jesus nun im einzelnen Tat und welche in welchen Buch überliefert sind, unstrittig ist, dass er mit dem Willen Gottes wunderbare Dinge tat.

Einer der entscheidendsten Unterschiede ist Jesus Tod oder besser gesagt, die Art wie er die Welt verlässt.

Die Bibel erzählt die Geschichte so: Judas (einer seiner Jünger) verrät den Pharisäern und Saduzäern gegen Geld, wo Jesus ist, führt sie in den Garten und küsst Jesus als Zeichen, dass er es ist. Sie nehmen Jesus gefangen. Weil die Juden aber keine richterliche Gewalt haben und ihn nicht umbringen dürfen,  führen sie ihn vor das römische Gericht, Pontius Pilatus gibt den Bitten der Juden nach, ihn hinrichten zu lassen. Jesus wird ausgepeitscht und ihm wird eine Dornenkrone auf den Kopf gesetzt. Dann trägt er sein Kreuz bis zu dem Berg Golgata und wird dort an es genagelt. Gegen Mittag stirbt er, der Himmel verdunkelt sich. (Mat Kapitel 26-28)

Im Koran klingt das anders:

„(…) sie sagten: „Gewiß, wir haben al-Masīḥ ʿĪsā, den Sohn Maryams, den Gesandten Allahs getötet.“ – Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber. Sie haben kein Wissen darüber, außer daß sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewißheit nicht getötet.“ (sure 4, 157)

Also, laut des Korans wurde Jesus weder von den Juden gefangen genommen noch getötet. Stattdessen haben sie einen hingerichtet, der ihm ähnlich sah. Isa selbst hat Gott in den Himmel ihn „in den Himmel gehoben“.

„Nein! Vielmehr hat Allah ihn zu Sich erhoben. Allah ist Allmächtig und Allweise.“ (sure 4,158)

Klingt irgendwie ja auch besser, dass der besondere Prophet oder Gottes Sohn gar nicht stirbt, erst recht nicht dieses grausamen Todes, sondern in Würde diese Welt verlässt. Und überhaupt, warum sollte Gott es denn zulassen? Aber hier ist der springende Punkt, es ist die Grundlage des Christlichen Glaubens, dass Jesus auf diese Art stirbt. Das hat etwas mit der Sündvergebung im Christentum zu tun.

Sünde und Sündvergebung

Ersteinmal hat Sünde im Islam und im Koran eine ganz andere Bedeutung, was auch mit einem Unterschied zwischen Allah und Gott zu tun hat.

In beiden Büchern wird Gott oder Allah als ein barmherziger und gnädiger Gott dargestellt, so beginnt auch jede sure, mit Ausnahme von sure 9 mit „im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen“. Und in sure 7,156 heißt es: „meine Barmherzigkeit kennt keine Grenzen.“ Wird allerdings im Koran der Begriff Barmherzigkeit oder Gnade verwendet, dann vor dem Hintergrund, dass Gott absolut transzendent ist. Er weiß zwar um alles was auf der Erde geschieht, steht aber anders als der biblische Gott nicht in direkter Verbindung damit. Allah offenbart sich im Koran vollkommen und durch Boten, Engel und Propheten, tritt aber nie in direkten Kontakt mit ihnen. Auch mit Mohammed hat er nicht direkt gesprochen, sondern durch den Engel Gabriel. Er liebt und leitet seine Geschöpfe zwar, ist aber kein Vater, weder von Jesus noch von der Menschheit und deshalb hat diese eben nicht die Gunst, die Kinder hätten.

In der Bibel meint der Ausdruck Barmherzigkeit und Gnade, beziehungsweise die Rede über den liebenden Gott nicht nur, dass Gott liebt, sondern, dass er die Liebe selbst ist.

Das wirkt sich auch auf die Gesetze und die Sünde aus. Der Koran sagt, dass der Mensch von Geburt an neutral ist – weder gut noch böse – und sich dann entscheidet. So kommt es darauf an, möglichst viele gute und möglichst wenig schlechte Dinge zu tun. Wer sündigt, kann um Vergebung bitten und wenn er zukünftig von der Sünde ablässt, so wird ihm wahrscheinlich auch vergeben.

„Und wer etwas Böses tut oder sich selbst Unrecht zufügt und hierauf Allah um Vergebung bittet, wird Allah Allvergebend und Barmherzig finden“ (sure 4, 110)

„(…)Und Allah liebt die Gutes Tuenden und diejenigen, die, wenn sie eine Abscheulichkeit begangen oder sich selbst Unrecht zugefügt haben, Allahs gedenken und dann für ihre Sünden um Vergebung bitten – und wer sollte die Sünden vergeben außer Allah? – und (die) nicht auf dem beharren, was sie getan haben, wo sie doch wissen. Der Lohn jener ist Vergebung von ihrem Herrn und Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben. Und wie trefflich ist der Lohn derjenigen, die (gut) handeln!“ (sure 3, 134-136)

Dem Christen geht es anders, der ist aufgrund der Erbsünde (die es im Koran in dieser Form nicht gibt) von Geburt an sündig. Oder wie Jospeh Ratzinger es ausdrückte: „niemand hat die Möglichkeit, an einem perfekten Punkt null‘ anzufangen und sein Gutes in völliger Freiheit zu entwickeln.“ Und Sünde, bzw das Handeln wieder des göttlichen Gesetzes hat hier auch einen ganz anderen Stellenwert. Da Gott die Menschen nämlich liebt und selbst Liebe ist, ist ein Regelbruch nicht nur ein Verstoß gegen das Gesetz sondern eine Rebellion gegen ihn und das zurückweisen seiner Liebe.

Sündenfrei wären wir direkt bei Gott, mit der Sünde sind wir von Gott getrennt (Sünde kommt von Sund, was eigentlich nur Abgrund oder Trennung heißt). Und hier ist der springende Punkt, wir können keine Vergebung oder Wiedergutmachung aus uns selbst heraus erlangen, und keine gute Tat kann eine Sünde aufwiegen. Gott könnte uns vergeben, aus reiner Willkür heraus und alle Sünden vom Tisch wischen.

Im Koran klingt das auch ungefähr so:

„Und Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde. Er vergibt, wem Er will, und bestraft, wen Er will, und Allah ist Allvergebend, Barmherzig“ (sure 48,14)

Der biblische Gott ist aber eben nicht nur barmherzig und liebend sondern auch gerecht, was sich gegenseitig ausschließen würde, wenn es nicht Gott selbst wäre. Hier ein Beispiel, um es ein wenig verständlicher zu machen:

Ein Normadenvolk hatte einen Führer, der als überaus gerecht galt. Gab es Ertrag,  so teilte er sie gerecht auf und nahm sich selbst niemals einen größeren Anteil. Gab es Unruhen im Lager so richtete und strafte er gerecht und weise. Dann wurde im Lager gestohlen, aber der Dieb nicht gefasst. Der Führer ließ verlauten, dass wenn dieser Diebstahl noch einmal vorkommen und der Dieb gefasst würde, dass dieser mit dem Tode bestraft werden würde. Es wurde wieder gestohlen, und der Dieb wurde ertappt, zu aller Verwunderung war es die Mutter des Anführers, von der alle wussten, wie sehr er sie liebte. Das Volk war in einem Zwiespalt, denn würde er seine Mutter von der Schuld freisprechen, wäre er nicht mehr gerecht, würde er sie auspeitschen, würde sie sicherlich sterben, das wäre genauso schrecklich. Der Lagerführer trat nach einiger Bedenkzeit aus seinem Zelt und sagte: „die Strafe wird vollzogen, aber an mir.“

Und so funktioniert es letztlich auch mit Jesu Tod, um die Trennung aufzuheben die uns von ihm trennt, nimmt er alle Schuld auf sich und stirbt den Verbrechertod, der eigentlich uns zusteht, „wäscht uns rein mit seinem Blut“. Deshalb hat der Christ eine Gewissheit auf Vergebung und der Moslem im Zweifelsfalle nicht.

Stirbt Jesus nicht, gibt es auch keine Sündvergebung, wie es sie für die Juden auch nicht gibt. Außerdem gibt es dann auch keine Auferstehung am dritten Tage, und damit auch keine Zusicherung, dass der Tod überwunden ist und auch nicht das Versprechen, dass wir alle auferstehen werden, am Tage des Gerichts.

Für uns ist also der Tod und die Auferstehung von elementarer Wichtigkeit, vor allem weil Jesus Gottes Sohn bzw Gott selbst ist, der Tod von einem Menschen oder Propheten hätte nie die Sünde der Welt auf sich nehmen können.

Am Ende ist es schwer zu sagen, ob wir an den gleichen Gott glauben oder nicht, es ist der Gott Abrahams und Israels. Aber wir glauben an den Dreieinigen Gott und an Jesus als Gottes Sohn und Gott als Liebe. Die Auffassung von Allah im Koran ist hier so grundverschieden, dass es sich kaum um den gleichen handeln kann.

2 Gedanken zu „Türkei – Jesus=Isa?

  1. Stefan Wehmeier

    Frei vom Glück der Knechte, erlöst von Göttern und Anbetungen,
    furchtlos und fürchterlich, groß und einsam:
    so ist der Wille des Wahrhaftigen.

    Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra.

    Jesus von Nazareth war jener Prophet, der sich als erster Denker über Gott erheben konnte, und den der Philosoph Friedrich Nietzsche in seinem Epos „Also sprach Zarathustra“ erst wieder neu erfinden musste, weil die „Bildzeitung der Antike“ (die vier biblischen Evangelien) nur noch Unsinn über ihn verbreitet. Das Genie, wenn auch zum „Gottessohn“ erhoben, wurde von der Kirche zu einem moralisierenden Wanderprediger degradiert. Denn die Kirchenväter suchten sich zielsicher jene Schriften heraus, die sich am besten zum Moralverkauf eigneten, und erklärten alles andere für „Häresie“. Der Katholizismus ist darum nichts weiter als ein Cargo-Kult, wobei es sich beim „Cargo“ noch nicht einmal um eine originale Heilige Schrift, sondern eben um die „Bildzeitung der Antike“ handelt, die nur noch gegenständlich-naive Fehlinterpretationen der originalen Gleichnisse sowie abstruse Dichtungen enthält. Alle, die sich heute „Christen“ nennen, leben in diesem Cargo-Kult – und haben somit kein Recht, sich über irgendwelche Buschmänner lustig zu machen, die eine aus einem Flugzeug gefallene Coca-Cola-Flasche für ein „Zeichen der Götter“ halten:

    Glaube Aberglaube Unglaube

    (NHC II,2,108) Jesus sagte: Wer von meinem Mund trinken wird, wird werden wie ich; ich selbst werde er werden, und die verborgenen Dinge werden sich ihm offenbaren.

    Was sollte Jesus anderes entdeckt haben, als die einzige Möglichkeit zur endgültigen Überwindung von Massenarmut und Krieg? Selbst wenn die Heiligen Schriften von Nag Hammadi, die das zweifelsfrei beweisen, nie gefunden worden wären, wäre es noch immer die einzig denkbare Hypothese, denn keine andere Erkenntnis, die bereits zu seiner Zeit möglich war, hätte Jesus zur berühmtesten Persönlichkeit der Welt gemacht, auf der bis heute die planetare Zeitrechnung basiert:

    Apokalypse

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    1. Hille Paul Beitragsautor

      Guten Abend Stefan,
      zuerst möchte ich in Deutlichkeit festhalten, dass es sich hierbei um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Islam wie Christentum handelt, die keinerlei Wertung beinhaltet. Da nun ein mal Koran wie Bibel Fundament sind, habe ich mich hier mit derer beider Aussagen auseinander gesetzt, ohne zu behaupten, dass eine sei richtig und das andere falsch. Wie bei jedem anderen Bereich über das es sich zu schreiben lohnt, gebe ich mir Mühe mich mit der Basis selbst auseinander zu setzen. Es geht hier um einen direkten Vergleich, ich beziehe mich nicht auf das Weltgeschehen noch auf andere Bereiche , es ist um das geschlossene System Religion. In so fern ist es vollkommen egal, ob diese Schriften gefälscht sind oder einen Sinn machen. Ich bin zwar Christen und damit ein Cargo-Kult lebender Buschmann, obgleich ich noch nie etwas über vom Himmel oder Flugzeug fallende Kola-Flaschen gehört habe, komme aber trotzdem in meinem Artikel nicht zu dem Schluss, das das eine Besser ist als das Andere. Dieser Artikel dient der Auseinandersetzung und dem Verständnis. Und weil ich mich um dieses Bemühe habe ich mir mal deine Quellen angeguckt. Diese scheinen mehr für Insider gedacht zu sein, es viel mir schwer zu folgen, zu mal da mit Bibelversen jongliert werden, die vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen sind. Damit wären wir beim ersten Punkt, das Thomasevangelium, das scheint dir zu zusagen, kommt aber leider nicht im Kanon der Bibel vor, weil es erstens nicht wirklich vom Apostel Thomas stammt, obgleich es diesen als Autor angibt und zweitens auch deutlich überarbeitet wurde, was den anderen Evangelien zumindest nicht nach gewiesen wurde. Außerdem enthält es eine andere und eigenständige Theologie. Das macht bei deinem Vers aber nicht ganz so viel, den gibt es im Johannesevangelium auch
      „wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.“ (Joh 4,14) Diese nun so zu deuten, dass Jesus in seiner Genialität, die perfekte Lösung für Welthunger bzw Durst gefunden hat, ist weit gefehlt. Liest man nämlich den Zusammenhang wird hier über das ewige Leben und den wahren Glauben gesprochen, von dem Jesus einer Frau erzählt. Des weiteren ist es nun ziemlich interessant, das du gerade Nietzsche als den bezeichnest, der Jesus wirklich verstanden hat. immerhin war er doch Atheist und hat dieses Buch, das nach deinen Aussagen zu urteilen ja schon der Korrektur der Bibel entspricht, „also sprach Zarathustra“ mehr genutzt um seine eigenen Philosophien wieder zu spiegeln und näher zu erläutern.
      Ansonsten kann ich zu deinen Aussagen, vor allen deinen Artikeln keine Stellung beziehen, weil sie einfach nicht fundiert genug sind. Wenn du diese noch mehr und klarer erläuterst, so wie einen Zusammenhang erkenntlich machst, schreibe ich dazu gerne etwas.

      Mit freundlichen Grüßen aus Izmir
      Hille Paul

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