Dänemark – Erklär‘ mir bitte einer diese Aussprache

Um es einmal vorweg zu sagen: Dänisch ist nicht soo schwer zu lernen für eine Person, deren Muttersprache deutsch ist – und eigentlich blicke ich mittlerweile ganz gut durch im Dänischen. Ich verstehe fast alles und ich spreche auch recht gut. Aber: Einige Sachen in dieser Sprache machen meiner Meinung nach einfach keinen Sinn.


Das alles hier bezieht sich auf den füner Dialekt und ich kann nicht beurteilen, wie es in anderen Teilen des Landes steht und ich weiß nur, dass die Unterschiede teilweise groß sind.
Zum Beispiel die Aussprache des Wortes „dag“ (Tag). Wenn man einfach nur Tag sagen will wird es „dej“ ausgesprochen, wenn man einen Wochentag sagt, zum Beispiel „mandag“ (Montag), ist es „mändä“ und wenn man als Begrüßung „dag“ sagt, ist es mehr wie ein „dau“. Warum?!

Das „d“ ist nach einem Vokal ein weiches „d“, aber ich würde es eher als „l“ bezeichnen, weil das der Buchstabe des deutschen Alphabets ist, der dem noch am nächsten kommt. Andererseits ist es aber auch nicht ein richtiges „l“, sondern eine Mischung aus dem englischen „th“ und einem „l“ – ergo für mich unmöglich zu sagen, weil ich schon die Sache mit dem „th“ im Englischen nicht hundertprozentig hinbekomme.

Generell werden viele Buchstaben „aufgeweicht“ oder gleich ganz weggelassen und eigentlich haben wir diese ganzen weichen Buchstaben gar nicht im deutschen Alphabet und deswegen kann man das nicht so gut geschrieben erklären.
Außer der „d/l“ Sache wird noch das „v“ (was ich aber nicht mit einem deutschen Buchstaben beschreiben kann) und „g“ nach einem Vokal weicher gemacht und es ist mehr ein „j“ und deswegen wird meine Freundin Signe nicht Signe ausgesprochen, sondern mehr wie „Sijne“. Oder ein „t“ am Ende des Wortes: es wieder dieses weiche „d“ also „problemel“ und nicht „problemet“ oder „lävel“ statt „lavet“ (Perfekt von machen), aber Regeln sind ja dazu da, um gebrochen zu werden und deswegen spricht man „sagt“ aus wie es geschrieben wird.
Das „e“ hat glaube ich sechs oder acht verschiedene Aussprachemöglichkeiten (da bin ich mir gerade nicht sicher) und es kann ein „e“, ein „ä“ oder auch ein „i“ bzw. irgendwelche Abwandlungen davon sein.
Das „a“ ist meistens ein „ä“ oder ein „e“, aber auch nicht immer, weil ab und zu ist es auch mal ein „a“ und insgesamt sind es fünf verschiedene Möglichkeiten.
Wie man sieht, ist das alles sehr verwirrend. Teilweise verstehe ich es und immerhin kenne ich den größten Teil der Regeln, aber wenn man einfach nur liest oder spricht, denkt man einfach nicht drüber nach und spricht es deutsch aus und das ist dann wiederrum für die Dänen verwirrend.

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