Wanderung irgendwo im Nirgendwo

Am letzten Samstag, dem 22. März 2013 bin ich zusammen mit meinem Mitfreiwilligen Moritz in Palästina wandern gewesen.Auf einer Tour irgendwo im Nirgendwo.

Wir sind von Ain Samia to Ain Auja, zwischen Ramallah und Jericho gelegen, mit einer NGO aus Bet Sahour (Stadt in der Nähe von Bethlehem) gewandert. Zusammen mit rund zehn anderen wandern, die aus aller Welt kamen, trafen wir uns morgens um acht Uhr in der Nähe des Damaskusgate, um mit einem Bus zum Startpunkt gefahren zu werden.

Auf Wandertour durch Israel.

Auf Wandertour durch Israel.

Die Strecke von Ain Samia to Ain Auja ist Teil des internationalen Fernwanderweges Abrahams Path. Der Abrahams Path ist ein Weg, der alle wichtigen Punkte auf seiner Strecke hat, die Abraham laut antiken Texten und Traditionen besucht hat. Er beginnt in der Türkei, geht durch Syrien und durch Palästina und weiter bis in den Süden Israels. Er spiegelt auf seine Weise die Vielfältigkeit des Nahen Ostens wieder: Abraham ist für die drei großen Weltreligionen wichtig, konzentriert auf diesen Wanderweg. Damit zeigt der Wanderweg, dass der Ursprung für die drei großen Weltreligionen hier in der Region liegt.

Am Startpunkt angekommen, wanderten wir rund fünf Stunden bei sonnigen,wolkenlosen 35 Grad durch ein Trockental, in dem wir auf wilde Schildkröten und eine für mich einmalige Landschaft trafen. Nach rund achtzig Prozent der Wanderung kamen wir an einer kleiner Oase an, an der wir eine Rast gemacht haben und einige von uns auch baden gingen.

Ich muss gestehen, dass ich diese Strecke weder alleine gefunden, noch gewandert wäre.

Am Ende der Wanderstrecke wurden wir von Bus wieder abgeholt und in ein nahes Beduinencamp gefahren. Dort haben fast schon traditionell Mittag gegessen: Wir lagen in einem großen Gemeinschaftszelt im Kreis auf Matratzen mit Kissen und unser Gastgeber brachte uns drei große Tabletts auf denen Reis mit Hähnchen serviert wurde. Mit Blick auf Palästina aßen wir unser Mittagessen und wurden anschließend wieder zurück zum Startpunkt gefahren.

Ich kann jedem diese Touren empfehlen, der durch die Landschaft Palästinas wandern möchte. Ich war überrascht, wie toll die Landschaft dort ist und muss gestehen, dass ich diese Strecke weder alleine gefunden, noch gewandert wäre. Daher hier nochmals Danke an unsere Wanderführer!

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