Peruanisches Nachtleben

In die Disco gehen ist ein wichtiger Bestandteil der peruanischen Kultur. Dort trifft man sich, tanzt zusammen und geht etwas trinken. In Peru kommt man eigentlich erst mit 18 Jahren in Disco, aber die meisten Jüngeren schaffen es auch irgendwie auf andere Weise.

Ich bin zwar auch noch nicht 18, komme aber immer rein, weil ich „weiß“ bin. Als Weiße (für die Peruaner immer nur „gringa“) wird man immer bevorzugt behandelt und es wird sich besonders gut um einen gekümmert. Das hat so einige Vorteile… wie zum Beispiel beim Reinkommen in die Disco.

In Peru ist es so, dass es Listen auf facebook der einzelnen Discos gibt, wo man sich eintragen kann, dann muss man nur die Hälfte bezahlen. An der Kasse kann der Angestellte dann nachgucken, ob du darauf stehst. Die Peruaner müssen immer ihre Personalausweise vorzeigen, ich wurde fast nie danach gefragt. Wenn ich dann mal gefragt wurde, habe ich die unschuldige Deutsche gespielt, die fast kein Spanisch spricht und nichts versteht. Irgendwann haben sie mich dann einfach weiter gewunken.

In der Disco setzt man sich dann erst einmal mit seiner Gruppe an einen Tisch und es werden Getränke bestellt. Später erst wird getanzt. Wenn man als Single in die Disco geht, wartet man als Frau darauf, dass man von einem Mann zum Tanzen gefragt wird. Deswegen ziehen sich die peruanischen Frauen auch immer sehr aufreizend an, damit sie viele Anfragen von den Männern bekommen.

Getanzt wird IMMER nur zu zweit, meistens Mann und Frau zusammen. Ich persönlich mag das aber nicht so gerne, weil man in einer größeren Gruppe mehr Spaß haben kann und man nicht nur auf einen einzigen angewiesen ist. Ich als Weiße bin sehr begehrt bei den Männern, weil man das hier ja nicht so oft sieht und habe dem entsprechend viele Anfragen zum Tanzen. Meistens lehne ich aber höflich ab, weil man bei den Peruanern immer aufpassen muss, mit welchem Typ Mann man es zu tun hat.
Den Rest des Abends/der Nacht wird dann getanzt, getanzt, getanzt, bis einem die Beine abfallen.
Es werden nicht viele englische Lieder gespielt, meistens wird Salsa oder Reggae aufgelegt. Am Anfang hatte ich Probleme, mich zu dieser Musik zu bewegen, aber jetzt habe ich mich daran gewöhnt und es kommt ganz natürlich aus mir raus. Meine Gastmutter hat mir auch einige Schritte Salsa gezeigt und wie ich mich am besten dazu bewegen kann. Die Peruaner können trotzdem noch besser tanzen, aber die haben es auch irgendwie im Blut.

Wenn ich dann nach Hause möchte, rufe ich mir ein sicheres Taxi, das über eine Agentur läuft. Mit den Taxis von der Straße muss man echt aufpassen, dass die nicht betrunken sind, einen übers Ohr hauen oder sonst wo absetzen.
Von meiner Gastfamilie darf ich bis zwei Uhr nachts in der Disco bleiben und wenn ich dann nach Hause komme, hat immer meine Gastmutter gewartet und mich in Empfang genommen. Das ist hier oft so üblich.
Ich war schon ein paar Mal in der Disco hier und es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht zu tanzen und mit meinen Freunden zu feiern.

Mit meiner peruanischen Cousine und ihren Freunden in der Disco

Mit meiner peruanischen Cousine und ihren Freunden in der Disco

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Selma Klee

Über Selma Klee

Selma Klee (16) aus Rathjensdorf ist Schülerin am Gymnasium Schloss Plön. Sie geht mit der Organisation AFS für ein Jahr nach Peru. Sie spielt Klavier und Posaune und liebt Sport – insbesondere Basketball und Leichtathletik. „Hoffentlich akzeptiert mich meine Gastfamilie – und hoffentlich finde ich Freunde“, sagt sie.

Ein Gedanke zu „Peruanisches Nachtleben

  1. Amador17

    hallo
    Ich mag Ihre Website ist sehr gut designed’re sehr kreativ und hat
    a curisidad von den Ländern Lateinamerikas

    hallo
    Ich mag Ihre Website ist sehr gut designed’re sehr kreativ und hat
    a curisidad von den Ländern Lateinamerikas

    escribeme Fotos und Kulturen austauschen

    von Deutschland ist mein Lieblingsland in Europa
    haben eine schöne Kultur und Museen

    die gute Pflege
    Küsse

    Antworten

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