Zu Hause mit „Saudade“

Meine letzte Woche in Brasilien habe ich bei meiner Familie verbracht. Aber vor allem habe ich die Zeit genutzt, um Freunde zu treffen und die zahlreichen Mitbringsel für meine Schwester und meine Mutter zu kaufen. Aber in der Woche konnte ich das Ende dann auch wiederum kaum abwarten. Es war sehr merkwürdig.

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Auf der einen Seite war es traurig, dass so eine tolle und interessante Zeit vorbei sein sollte, aber auf der anderen Seite war da auch der Wunsch, endlich meine Eltern, meine Schwester und meine Freunde aus Kiel wieder zu sehen. Das lag unter anderem an meinem bevorstehendem Geburtstag. Eher nicht sehr typisch für mich. Ich hatte noch nie Schwierigkeiten damit, längere Zeit von zu Hause weg zu sein. Heimweh war bis dahin ein Fremdwort für mich.

Abschieds Essen bei Tapioca Gourmet

Abschieds Essen bei Tapioca Gourmet

Zum Flughafen ist auch gleich fast die ganze Familie mitgekommen. Da hab ich gemerkt, dass es doch kein leichter Abschied wird. Mir wurde einfach klar, dass es sehr wahrscheinlich wieder ein bis zwei Jahre dauern wird bis ich nach Brasilien reisen kann. Im Flugzeug kam dann erst dieses richtige Gefühl eines Abschieds. Ein ganz großes Gefühlschaos eben.

In Hamburg angekommen war dann aber jedes Gefühl von Traurigkeit verflogen, vor allem als meine Mutter, meine Schwester und meine beste Freundin mich empfangen haben! Genau das macht dieses Wiederkommen so schön und es ist auch so wichtig das Gefühl zu haben, dass da jemand auf einen gewartet hat.

am Flughafen in Recife mit der Familie

Am Flughafen in Recife mit der Familie

Und es ging auch gleich richtig gut los! Meine Schwester hat sich sehr viel Programm für uns ausgedacht. Einen Tag nach meiner Ankunft sind wir gleich für zwei Tage ins Münsterland gefahren – auf eine Türkisch-Brasilianische Hochzeit. Das war super, vor allem weil mir Brasilien dadurch noch einmal nah war.

Und dann waren meine Freunde endlich dran. Dann stand auch noch mein Geburtstag vor der Tür und den habe ich dieses Jahr auch groß mit einer Freundin zusammen gefeiert. Man kann also sagen: Meine Rückkehr war irgendwie eine riesen große Party.

Wieder zu Hause!

Wieder zu Hause!

Seit einem Monat bin ich jetzt wieder in Hamburg und führe wieder das typische Studentenleben. So gefällt es mir aber einfach am Besten. Die Zeit in Brasilien werde ich nie vergessen! Es war unvergesslich und beeindruckend und wird immer eine wichtige Zeit in meinem Leben sein. Jedoch haben mich auch viele Leute schon gefragt, ob ich lieber dort geblieben wäre, wegen des Wetters und meiner Familie und der Kultur.

Ich kann dazu nur sagen, dass Brasilien immer ein Teil von mir sein wird und ich sehr gerne dort bin, aber zum Leben brauche ich mehr als 365 Tage im Jahr Sommer und Strand. Da würden mir die Jahreszeiten, unser Norden mit dem Hamburger Schietwetter und die Kieler-Ostsee-Strände zu sehr fehlen. Trotzdem freue ich mich darauf hoffentlich bald wieder ein paar Wochen dort verbringen zu können.

Aber eine Sache fehlt mir jetzt schon ganz besonders und zwar das brasilianische Essen!!! Nichts ist vergleichbar!

 

 

 

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