Insekten und Reisbier

Wir waren nun also am Flughafen in Shanghai. Eine große Gruppe von uns (13 Burschen) mit einem Großraumtaxi vom Pudong-Airport nach Jiading, ins zuvor gebuchte Hotel. Dies liegt am Campus, an dem wir studieren würden. Drei Wochen bis die Vorlesungen anfangen würden; Shanghai musste erkundet werden. Drei Wochen bis die Vorlesungen anfangen würden; Shanghai musste erkundet werden. Und Chinas Küche auch.

Ein Kommilitone, mit dem ich mich zusammengetan hatte, wollte in die City. Im Taxi haben wir dann angefangen auf Englisch zu reden. Internationaler Flughafen, zweitgrößte Stadt der Welt, In Thailand oder Vietnam hat es so funktioniert, wieso nicht auch in Shanghai. Das war etwas blauäugig. In China gehörte Englisch nicht zum Schulunterricht der meisten Taxifahrer.  Aber mit unseren Unterlagen und zuvor Gelerntem kamen wir dann zurecht.

Google-Translater funktioniert jedoch nicht (Leo.org schon). Man benötigt einen VPN. Das ist ein Programm mit dem man Google-Services und Facebook besuchen kann. Essenziell für Studenten. Die zuverlässigen VPNs kosten ca. 25 € pro Semester.

Der Erste Kauf einer Dienstleistung war mit der Taxifahrt vollzogen. Der erste wirtschaftliche Kontakt in der Volksrepublik China.

Vor unseren ersten Erkundungen mussten wir jedoch noch bei der Polizei vorstellig werden, um unsere Visa verlängert zu bekommen. Doch dann konnte es losgehen. Wir hatten uns einige Vokabeln zusammengeschrieben und mitgenommen. Besser ist es, auf dem Smart-Phone die chinesischen Zeichen zu haben. Vor allem wenn es um Adressen geht. Da verschiedene Zeichen mit gleichem Laut ausgesprochen werden und man so eventuell an einem falschen Ort landet.

Am zweiten Abend stolperten wir in mein Lieblings-Restaurant. Da China ein sehr großes Land ist, gibt es verschiedenste Küchen. Wir hatten das Riesenglück auf ein traditionelles „Sichuan“ Restaurant gestoßen zu sein. In der winzigen Küche, dieses schmalen Restaurants, arbeiteten augenscheinlich drei Generationen fröhlich trällernd zusammen. Gerichte kosteten zwischen zwei und sechs Euro, was uns als Studenten sehr entgegen kam. Es schmeckte spitze und man war geduldig mit unseren mangelnden Sprachfähigkeiten. Wir waren außerdem noch interessiert an Insekten, wir wurden nicht enttäuscht. Seidenraupenlarven mit Erdnüssen. Etwas eigen, aber lecker. Wir sind noch gerne wieder dort hingegangen.

Bald sollte jedoch der „Ernst“ des Lebens wieder losgehen.

 

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