Frohes Neues aus Hawaii!

Hej, da bin ich wieder. Raus ausm Winterschlaf heißt es jetzt, denn ich habe nur noch ein halbes Jahr um dieses Jahr zum besten Jahr meines Lebens zu machen!

Weihnachten war komisch so weit weg von Deutschland. Am Heiligabend haben wir mit der Familie zusammen gesessen und ganz viel gegessen. Am 25. morgens gab es dann die Bescherung. Es war komisch, dass es hell war bei der Bescherung. Aber ich finde, es hat schon was, so in den Tag zu starten. Unsere Gedanken waren aber alle schon im Urlaub, da es nur noch zwei Tage hin waren. Und zwar flogen wir am 27. nach Hawaii!

Am 27. Dezember musste ich morgens um 3:45 Uhr aufstehen, damit meine Gastfamilie und ich unseren Flug nach Atlanta nicht verpassten. Und von da an hieß es dan: nächster Halt Honolulu. Ist das zu glauben? Ich auf Hawaii!

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Ich habe angefangen zu weinen, als meine Gastfamilie mir diese Pläne verraten hat. Der Flug war lang. Es fühlte sich länger als nach Deutschland an und wir saßen insgesamt um die zehn Stunden in dem Flieger. Honolulu ist die Hauptstadt von Hawaii und liegt auf der Insel O´ahu, die jedoch nur die drittgrößte Insel ist. O´ahu hat ca. 1 Million Einwohner, was ungefähr 72% der Gesamtbevölkerung ausmacht (siehe Wikipedia).

Als wir am Sonnabendnachmittag gegen vier Uhr landeten, war es sonnig. Von oben sah die Insel einfach atemberaubend aus. Glücklicherweise kamen auch alle unsere Koffer schnell an, so dass wir gleich zum Auto gehen konnten und in unser Resort fahren konnten. Da meine Gastfamilie ein großer Disneyfan ist, blieb uns natürlich auch nichts anderes übrig als im Disney Aulani Resort zu bleiben.

Dort gab es dann erstmal eine Enttäuschung: Die Zimmer waren noch nicht fertig. Nun nach dem 21 Stunden Trip waren wir echt nicht mehr gut auf den Beinen, aber wir haben dann erst einmal das Resort mit all unserem Handgepäck erkundet. Es ist wunderschön. Die Gebäude sind wie Kanus im hawaiianischen Stil gebaut, die Mitte war gefüllt mit tropischen Pflanzen und einem Lazy River, in dem man hätte den ganzen Tag sitzen können, einfach vor sich hin treibend. Es gab einen nachgebauten Vulkan, in dem zwei Rutschen platziert wurden.

Und dann gab es noch den Strand. Der war wirklich süß, durch Steine ein wenig abgeschirmt, sodass auch bei größeren Wellen man noch ruhig schwimmen konnte. Das erste, was ich gesagt habe war: “Ich möchte nicht weg.” An dem Abend haben wir in einem Restaurant im Resort gegessen.

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Am 28 haben wir dann erst einmal eingekauft, sodass wir Frühstück und Snacks in unserem Raum hatten. Vormittags haben wir es uns alle gemütlich am Strand und im Lazy River gemacht. Nachmittags wollten wir dann die Insel erkunden. Wir fuhren Richtung North Shores, was bekannt für große Wellen ist.

An einem Punkt haben wir einfach angehalten und sind ausgestiegen. Es war ein schöner Strand und wir konnten Schildkröten im Wasser beobachten. Außerdem waren drei Surfer draußen. Zuerst dachte ich, die Wellen wären gar nicht so groß. Bis ich gesehen habe, dass die Surfer doch deutlich kleiner als die Wellen waren.

Wir haben noch an einem anderen Punkt halt gemacht. Dort war eine kleine Bucht, abgeschirmt durch eine Steinwand. Die Wellen dort waren jedoch so groß, dass sie einfach über die Steinwand rüber geschossen sind. Wir standen dort sehr lange, da es echt hart war, den Blick abzuwenden. Vor allem, da der Sonnenuntergang zu sehen war. Da wir alle hungrig waren, machten wir uns auf den Weg zu einem Shrimp Truck. Das war witzig; dort wurden die Shrimps überall in kleinen Trucks verkauft.

Haha, meine Mama und mein Papa werden jetzt Augen machen, wenn ich erzähle, dass sie wirklich gut waren. Der Truck war neben einer Shrimp Farm und es war einfach echt eine coole Atmosphäre.

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Jemand wollte mein Essen stehlen…

Am 29 waren Claire, Callie und ich auf uns alleine gestellt, da Jim und Joy tauchen gingen. Wir haben den ganzen Tag entspannt und dann die kleine Nachbarschaft erkundet. Dort gab es viele süße kleine Shops und ein paar Restaurants. Ich habe mich in ein T-Shirt verliebt und es gleich gekauft. Das muss man wissen; Amerika ist echt groß mit T-Shirts, die bekommt man fast überall und von allem. Du gehst in ein Restaurant und kannst dir dort ein Shirt mit dem Logo kaufen. Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt. Abends gingen wir dann in ein Restaurant. Es war witzig, denn dort liefen die ganze Zeit unterschiedliche Surfwettbewerbe. Es sieht schon echt beeindruckend aus.

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Am 30 regnete es dann den ersten Tag. Demnach dachten wir uns, dass wir unseren Tag in Honolulu mit shoppen verbringen wollten. Wir sind zuerst zum berühmten Waikiki Strand gegangen. Die Wolkenkratzer waren alle sehr nah am Strand, was schon beeindruckend aussah. Dann sind wir ein bisschen durch die Läden geschlendert, bis es angefangen hat zu stürmen und wir uns rettend in ein japanisches Restaurant gestürzt haben.

Dort konnte man Hummer, Krebs und Fisch lebendig bestellen und sie töten das dann vor dir. Davon haben wir uns fern gehalten, doch bei einer Situation konnte selbst meine Gastschwister, die äußerst sensibel ist, sich ein Lachen nicht verkneifen.

Eine der japanischen Frauen holte einen Fisch aus dem Tank und ließ ihn aus versehen auf den Boden fallen. Dass der Fisch jedoch den Boden berührt hat, hat sie kein bisschen gestört. Sie hat ihn aufgehoben, abgeklopft und einem asiatisch aussehenden Mann vor die Nase gehalten, der die ganze Zeit dabei stand. Sie hat gefragt “Ist der gut?” Und der Mann hat nur genickt und sich bedankt. Es war einfach urkomisch,ihre Reaktion darauf, dass der Fisch runtergefallen ist und sie ihn abklopft.

Danach wollten wir zum Resort fahren, doch daraus wurde nicht viel. Wir standen 2 1/2 Stunden im Stau und waren froh, dass wir es rechtzeitig zu unserem Luau geschafft hatten. Der/die/das Luau ist ein traditionelles hawaiianisches Fest, das vor allem aus Entertainment besteht. Wir kamen dort an; es war direkt am Strand; und es fing an mit ein paar Sängern und hawaiianischen Tänzern. Dann mussten wir zu einem sandigen Platz gehen, wo sie das Schwein fürs Barbecue später aus dem Grund gehoben haben. Dort haben sie es vorher zubereitet, sodass das Fleisch sozusagen von den Knochen fiel und sie es nur noch zu den Tischen bringen mussten.

Es war eine coole Show, in der sie erst Fackeln angezündet haben für einen Gott und dann langsam alles rausgehoben haben. Wir wurden dann wieder an unsere Tische entlassen, die vor der Bühne standen. Dort fing es an mit den ersten richtigen hawaiianischen Tänzen bis wir endlich essen durften. Das Essen war super!

Wir haben dann noch weiter die Show verfolgt, die aus Feuerspuckern und Tänzern bestand. Sie hatten eine Verlosung dann, in der eine Frau den Hauptgewinn hatte. Das war dann ein Heiratsantrag von ihrem Freund. Es war sehr süß. Leider wurde das Ganze vorzeitig abgebrochen, da es angefangen hatte zu regnen. Es war nichts überdacht und Regen und Wind war echt nicht spaßig. Trotzdem war es ein cooler Abend.

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Der 31. fing super an. Jim, Joy und ich haben einen Surfkurs gemacht. Als wir dort ankamen dachte ich mir nur: „Oh mein Gott, worauf hast du dich da eingelassen?“ Wir haben ne kurze Einweisung bekommen, in der ich falsch auf dem Brett stand, sodass unser Surflehrer erstmal ordentlich an meinem Brett rumgerüttelt hat. Damit wollte er mir zeigen, dass ich nicht fest stehe… Erreicht hat er jedoch, dass ich schreiend vom Brett gesprungen bin.

Naja, dann ging es ins Wasser. Uns wurde gesagt, wir sollten rauspaddeln. Und ich paddelte und paddelte und paddelte. Bis ich merkte, dass alle hinter mir waren und ich keine Ahnung hatte, wie ich das Brett drehen konnte. Demnach kam dann endlich mein rettender Surflehrer. Der mich dann aber auch direkt auf die nächste Welle geschickt hat.

Es war super! Es hat ein wenig gedauert, dass ich die Sache mit dem Gleichgewicht hingekriegt habe. Doch als ich es raus hatte, war es cool. Nervt nur, dass man 10 Minuten rauspaddeln muss um dann für ein paar Sekunden wirklich auf dem Brett zu stehen. Ich bin jedoch froh, dass ich es machen konnte. Und es kamen ein paar echt lustige Fotos bei raus. Der Rest des Tages war entspannen.

Es war ganz komisch, dass jeder unterschiedlich Silvester gefeiert hat. Meine Freundin in Russland 13 Stunden vor mir, meine Freunde in Deutschland 11 Stunden, meine Freunde in Alabama 4 Stunden. Damit soll man erst mal zurechtkommen. Ich war froh, als es dann auch endlich bei uns so weit war. Es gab ein kleines Feuerwerk bei uns am Strand, aber in Amerika ist es nicht so groß. Ich kann froh sein, dass ich überhaupt ein Feuerwerk hatte, denn das ist eher in den Großstädten so, dass die Stadt eins macht. Und es ist nicht erlaubt eigene Raketen zu kaufen. Demnach lag ich pünktlich um 0:20 im Bett.

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Am 1. Januaer sind wir dann zu dem Krater “Diamonds Head” gefahren. Dort wollten wir dann “den Gipfel erklimmen”. Naja, nach einer Stunde waren wir nach oben gewandert und wir brauchtene eine halbe zurück. Aber der Ausblick war echt schön und das Wetter war super. Danach haben wir uns den südlichen Part der Insel angesehen. Es ist wirklich cool, wie sich die Insel so extrem von einer auf die andere Seite verändert. Es gab einige Kliffs und es war eher rau und grau. An einem Punkt meinte ein Mann Haie gesehen zu haben….es waren aber Taucher.

Die Insel hat so viele verschiedene Facetten und ich bin froh, dass ich so viele sehen konnte. Am letzten Tag fing es wieder an zu regnen. Wir sind zu einer Ananasfarm gegangen. Da es aber zu stürmen anfing blieben wir lieber im Shop und fütterten die Fische. Das habe ich noch nie gesehen, die Fische haben sich regelrecht überschlagen fürs Futter. Es sah aus wie eine orangene Masse und ab und zu strandete ein Fisch auf dem Rücken der anderen, weshalb dieser dann anfing wie verrückt ins Wasser zu kommen. Dann sind wir zu einem Strand gefahren, an dem die Serie “Lost” gefilmt wurde. Zum Schluss haben wir uns wieder ein paar Shrimps geholt und die dann im Resort gegessen. Und dann fing das Packen an. Claire und ich haben noch einen letzten Spaziergang im Dunkeln gemacht, was sehr gruselig war, da es ziemlich gestürmt hat.

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Am Samstag sind wir dann recht früh aufgestanden, zum Flughafen gefahren und haben auf unseren Flug gewartet. Der Rückflug war auch anstrengend. Wir hatten Aufenthalt in Los Angeles, weshalb wir von Honolulu 4 1/2 Stunden nach LA geflogen sind. Dort sind wir um Ortszeit 22 Uhr angekommen. Dann hatten wir zwei Stunden Zeit bis zu unserem Flug nach Atlanta, der dort nach weiteren 4 1/2 Stunden Flug um 7:30 Ortszeit ankam und mussten von dort dann zu unserem Flieger rennen, der um 8 Uhr abhob und als wir dann endlich in Huntsville ankamen, waren wir echt müde und erschöpft. Es erwartete uns jedoch eine freudige Überraschung, da drei Pakete aus Deutschland angekommen waren!

P.S. Seht was wir in Honolulu entdeckt haben. Der Lea Lea Trolley ist uns ein paar mal auf der Insel begegnet.

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