Der Countdown läuft….

Hier bin ich wieder. Es tut mir leid, dass ich mich nun schon länger nicht mehr gemeldet habe, aber ich hatte unglaublich viel zu tun. Es hat nun das zweite Halbjahr begonnen. Ich bin mit einem mulmigen Gefühl zum ersten Schultag nach den Winterferien gekommen. Für mich war klar, ich wollte das beste Jahr meines Lebens hier haben und das Ziel ist noch längst nicht erreicht!

Jetzt im zweiten Semester hat sich einiges verändert. Ich habe nur eine Klasse gewechselt, es ist jedoch Tennis dazu gekommen. Das hieß für mich: jeden Tag Training. Wer mich kennt, weiß, dass ich nun schon seit Jahren kein Sport als Hobby gemacht habe. Und dass ich auch nicht wirklich gut in Sport bin. Jetzt weiß es mein ganzes Team.

Nach einem halben Jahr amerikanisches Leben, kein Fahrrad nutzen + Auto fahren + kein Sportunterricht = keine Bewegung seit 5 Monaten, war ich definitiv nicht mehr fit und die ersten 2 Wochen Konditionstraining waren sehr hart. Doch dann fing das eigentliche Tennis Training an und ich liebe es. Es wird zwar immer gegen Abend ziemlich kalt, es wird so um die 0 Grad um 5 und wir trainieren bis 6, aber das Team ist toll. Neben Tennis fingen auch noch meine Proben für unser Theaterstück „Our Town“ an, in dem ich eine Hauptrolle spiele. Es war nicht leicht, das beides zu verknüpfen und in der Schule mitzukommen, doch es hat geklappt. Nun sind diesen Samstag und Sonntag unsere Aufführungen und ich bin schon sehr gespannt!

Im Januar war ich mit meiner Austauschschülergruppe in Gatlinburg, welches in Tennessee liegt. Ich habe mir ein Zimmer mit zwei deutschen Mädchen und einer Spanierin geteilt und es war eine super Zeit. Es gab so viele Austauschschüler, die noch nie Schnee gesehen haben und es war süß wie die Spanier, Mexikaner und Ägypter ausgerastet sind.

Wir waren Eis laufen, haben uns Museen angeschaut und wir waren Ski fahren. Ich muss gestehen, dass es für mich das erste Mal Ski fahren war und ich war sehr aufgeregt. Letztendlich bin ich den halben Berg runter gekullert, aber zumindest habe ich es einmal versucht. Wir hatten alle sehr viel Spaß und es war super interessant von den anderen Kulturen zu hören, da wir ca. 150-200 Austauschschüler waren.

Außerdem hatte ich meine ersten „Snowdays“. Ende Februar fing es auf einmal an zu schneien und da es hier keiner gewohnt ist, sind alle ausgerastet und haben die Schulen geschlossen. Das ist echt verrückt.

Es ist komisch. Bei mir ist es jetzt so weit, dass ich sagen kann: In ungefähr 3 Monaten fliege ich nach Deutschland. Das sind um die 100 Tage. Ich merke, wie die Zeit im Flug vergeht und ich habe Angst, dass ich dieses Jahr nicht voll ausnutze. Deshalb nehme ich mir so viel wie möglich vor, sodass ich später nicht sagen kann, dass ich die Zeit vergeudet habe. Ich werde langsam lockerer in der Schule. Durch das Theaterstück habe ich einige gute Freunde gefunden. Endlich werden die Freundschaften dicker und ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es sein wird, das alles zu verlassen.

Immer kommt die Frage: Wann fliegst du zurück? Außerdem holt mich Deutschland langsam ein und ich muss mich um viele deutsche Angelegenheiten kümmern. Es ist schwer, dabei nicht ängstlich zu werden. Trotzdem habe ich noch einiges vor in diesem letzten Viertel und das Wichtigste ist, so viel Zeit wie möglich mit meinen Freunden und meiner Familie zu verbringen! Ich bin sehr dankbar, hier sein zu können und auch wenn ich es in Deutschland leichter gehabt hätte, bereue ich nichts!

Liebe Grüße

Lea

 

Die Nordalabama Gruppe! <3

Die Nordalabama-Austauschschüler Gruppe! <3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.