3 Monate – Die Zeit rennt

Ich kann es gar nicht fassen… Es sind jetzt wirklich schon 3 Monate rum von meinem Abenteuer. Es fühlt sich so an, als wäre ich letzte Woche erst hier angekommen. Wenn ich jedoch zurückschaue was ich schon alles hier erlebt habe, dann kommt es mir wie eine Ewigkeit vor.

Eines der Sachen die mir in letzter Zeit mit am meisten aufgefallen ist, die Sprache. Ich weiß nicht so ganz wie ich es beschreiben soll… schwierig. 😀 Ich merke, dass ich nun mehr und schneller die Kontexte von Gesprächen verstehe. Am Anfang hatte ich keine Vorstellungen, wie ich hier mit meinem nicht all zu gutem Schulenglisch zurechtkommen würde.

Doch schon in den ersten Tagen haben mir viele hier gesagt, dass mein Englisch doch sehr gut sei. Nun lerne ich jeden Tag neue Vokabeln, die sich dann auch festsetzen und in den täglichen Gebrauch einschleichen. Eines der lustigsten Sachen ist, wenn ich mich selber dabei erwische wie ich einen Slang entwickel. So eine Art Denglish!? Wenn man dann mal mit Freunden oder Familie skypt oder wie die Jugend von heute Sprachnachrichten auf Whatsapp verschickt. Da ich jeden Tag Englisch spreche, weil man einfach keine andere Wahl hat 😀  Generell wenn ich jetzt Sachen auf Englisch erzähle und spreche, prägen sich spezielle Wörter in meinem Kopf ein, die man dann im Deutschen aber auch benutzt.

Sowie bestimmte Phrasen, die es auch im Deutschen gibt, nur halt jetzt auf Englisch. Manchmal fühlt es sich merkwürdig an, was da vor sich geht, weil ich es teils nicht kontrollieren kann, und man dann plötzlich das deutsche Wort für Knoblauch braucht, wenn man es grade mal braucht. Im ganzen bin ich jedoch recht froh, dass es mit der Sprache deutlich bergauf geht, da dies doch einer der Ziele war, die ich mir für mein Auslandsjahr gewünscht hatte.

Das Wetter ist so eine andere Sache hier. Nun ist es wirklich schon Dezember und wir haben hier an manchen Tagen immer noch 20 Grad. Wie kommt man da in Weihnachtsstimmung? Einerseits ist es Recht lustig für mich, da ich es aus Kiel mit schlechtem Wetter und Wetter und Schnee eigentlich anders gewohnt bin. Anderseits ist es interessant auch eine andere, für mich neue Erfahrung zu machen… Auch wenn es nur das Wetter ist 😛 Es macht einen doch größeren Teil aus, als man denken würde.

Schule. Jetzt ist das erste Semester schon fast vorbei 😮 Realisieren kann ich es eigentlich gar nicht wirklich. In zwei Wochen fangen hier die Weihnachtsferien für mich an, womit auch der erste Teil meines Highschool Jahres an der Coffee High vorbei ist. Ich hab viel über Amerikanische Literatur gelernt, sowie „The Great Gatsby“ gelesen. Mit Spanisch angefangen eine komplett neue Sprache zu erlernen. In Food und Nutrition eine Menge über Lebensmittel, Food Safety und Channel One News erfahren. Zu guter letzt bin ich über mich selber gestiegen und habe in Tennis Class eine Menge Training gemacht. Ich hätte niemals erdenken können, dass ich soviel Training machen würde. Neben zweimal die Woche Krafttraining, einmal Runtraining und an zwei Tagen komplette Unterrichtszeit zum Tennisspielen.

Was sich jetzt vielleicht für manche viel anhören mag, gehört hier zu meinem Alltag. Die Workouts sind meist sehr anstrengend und schweißtreibend, aber am Ende des Tages merk ich doch immer wieder das es eigentlich gut tut. Ich sag nur, die Arbeit lohnt sich! Neben allem anderem fühle ich mich sehr aufgenommen an der Schule. Überwältigt war ich am Anfang, doch jetzt bin ich schon zu einem wirklichen Teil dieser Schule geworden. Bei über 1000 Schülern für alleine 10, 11 und 12 Klasse, musste ich mich erstmal daran gewöhnen, unter so vielen neuen Gesichtern nicht den Überblick zu verlieren.

„But I´m proud to be a Trojan!“

So bin ich sehr froh auf dieser Schule gelandet zu sein, es hätte wirklich keine bessere sein können! 🙂 Es fühlt sich auf jeden Fall nicht mehr so an als wäre ich nur die „Austauschschülerin“, was meiner Meinung nach Recht gut ist, da meine Gast-Schwester und ich die einzigen Austauschschüler an unserer Schule sind.

Liebe Grüße Eure Levke <3

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