Winterball, Verabschiedungswoche und Weihnachten daheim

Zunächst einmal ein frohes neues Jahr zurück aus Deutschland! Ich hätte nie gedacht, dass es hier noch so viel kälter ist als in Glasgow…

Aber zunächst einmal wieder zurück dorthin. Der letzte Monat verging wie im Flug. Es standen so viele Sachen an und es gab so viel zu erledigen. Direkt am Anfang unseres Aufenthalts hatten wir uns Tickets für ein großes Event gekauft, das Anfang Dezember stattfinden sollte. Wir wollten es zu unserem letzten, richtig großen Event machen, bevor langsam jeder wieder in sein Heimatland aufbrechen würde. Der Winterball des Erasmus Student Network (ESN) wurde als DAS Event schlechthin angepriesen und das Menü ließ uns allen auch gleich das Wasser im Mund zusammenlaufen. Außerdem sollte das traditionelle „Ceilidh“-Tanzen natürlich nicht fehlen! Der schottische Volkstanz, oft mit Livemusik als großes Event gefeiert, sollte auf jeden Fall noch eins unserer Erlebnisse werden. Wir wurden nicht enttäuscht!

Wir wurden im Hilton Hotel empfangen, wir besetzten mit unserer internationalen Gruppe einen ganzen Tisch alleine und das Essen war fantastisch. Wir alle waren begeistert von dem Gefühl, das man hier bekam – etwas ganz besonderes zu sein. Wir machten unzählige Fotos vor einem riesigen, toll geschmückten Tannenbaum und vom Hauptraum, der mit den dunkelblauen Wänden und Decken mit Lichtern aussah wie ein Sternenhimmel.

Und dann wurde zum Tanz aufgerufen. Es gibt Paartänze und Gruppentänze, und wir alle wurden nach und nach mutiger und probierten viel aus. Wir hatten so viel Spaß, dass wir sogar unsere schmerzenden Füße in den hohen Schuhen fast vergaßen! Aber viele Paar Schuhe landeten auch einfach neben der Tanzfläche. Als die Musiker eine Pause machten, nahm kurzerhand eine Gruppe Cheerleader die Sache in die Hand und spielte ihre Musik. Die Stimmung war großartig, alle tanzten einfach drauf los. Es war ein wunderbarer Abend und ich würde jedem, der die Chance hat, empfehlen, so ein Ereignis auf jeden Fall mitzunehmen!

Ebenfalls im Dezember fand das Winterkonzert des Chores statt, an dem ich teilgenommen hatte. Wir probten viele klassische Weihnachtslieder, wie zum Beispiel „Jingle Bells“ und hatten dabei eine Menge Spaß. Das Konzert war dann auch am Ende sehr viel größer, als wir alle gedacht hätten. Dementsprechend waren wir zum Schluss doch ziemlich nervös, aber wir hätten gar keinen Grund dazu gehabt. Es hat super viel Spaß gemacht und unser Chorleiter war auch für den ein oder anderen guten Scherz zu haben, der das Publikum sofort mitriss. Besonders gefreut hatte mich, dass meine Mitbewohner, die ich alle sehr ins Herz geschlossen habe, zum Zuschauen gekommen waren.

Die nächsten Wochen waren von Abschieden geprägt. Immer wieder bekamen wir Einladungen zum Essen, Vorglühen oder Ausgehen, da die Leute einen letzten großen Abend mit neu gewonnenen Freunden genießen wollten. Aber es war auch schlimm für alle Beteiligten. Insbesondere für alle, die nicht wiederkommen würden, war es schwierig, Lebewohl zu sagen und den nahenden Abschied immer wieder vor Augen geführt zu bekommen. Und für die, die blieben, war es schwierig gute Freunde ziehen zu lassen. Ich hatte mich für eine Verlängerung beworben, eine Art Praktikum, und war heilfroh, in dem Wissen zu sein, dass ich wiederkommen würde.

Und dann war es so weit. Auch ich und eine Freundin aus Deutschland mussten abreisen. Wir sind sechs Leute in unserer WG gewesen, dass erste Mädchen war am Mittwoch abgereist. Seitdem war die Stimmung bei uns geknickt, wir fühlten uns furchtbar und uns wurde bewusst, dass wir die restlichen Tage so gut es ging noch nutzen mussten. Also rafften wir uns auf und unternahmen jeden Tag noch etwas Schönes. Am Donnerstag brachten wir den nächsten Mitbewohner zum Bus, am Freitag waren wir dann dran. Zwei Leute waren noch übrig, um uns am Bus zu verabschieden. Es war ein schlimmer Abschied.

Für meine Freundin war es ganz vorbei, für mich war es das Ende eines Abschnittes, da es nicht mehr dasselbe sein würde, wenn die Hälfte der guten Freunde fehlte. Wir waren froh, dass wir zusammen flogen und machten am Flughafen nochmal ordentlich Wirbel mit zu schwerem oder nicht fertig gepacktem Gepäck, vergessenen Elektro-Gegenständen im Handgepäck, dass dann erstmal ausgesiebt wurde und das alles mit drei Schichten Klamotten, die nicht mehr in den Koffer gepasst haben, was uns im wahrsten Sinne des Wortes ins Schwitzen brachte.

Wir alle genossen es, zu Weihnachten wieder im Kreis der Familie zu sein. Wir genossen gutes Essen in Hülle und Fülle, entspanntes Beisammen sein, alte Freunde wiedersehen. Und trotzdem blieb ich mit meinen engen Freunden die ganze Zeit über in Kontakt. Wir schrieben uns regelmäßig über Facebook und Whatsapp, wir sendeten Bilder ohne Ende und wir skypten sogar. Es half uns, das plötzliche Getrenntsein besser zu überstehen und die Hoffnung zu entwickeln, dass wir uns wirklich wiedersehen würden. Es ist fest geplant, dass im Sommer meine deutsche Freundin und einer unserer Jungs, der seinerseits nun zu seinem Erasmus aufgebrochen ist, wieder zurück nach Glasgow kommen, damit wir für eine Weile wieder vollzählig sind!

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ESN Winterball im Hilton Hotel mit meinen Mitbewohnern/ ESN Winterball in the Hilton Hotel with my flatmates

 

English Version

 

Winterball, Goodbye-week and Christmas at home

At first: Happy new year back from Germany! I would have never thought, that it is so much colder here than it is in Glasgow…

But for the moment back to there. The last month was passing by so quickly. There were so many things to do. Directly at the beginning of our stay we booked tickets for a really big event, that was scheduled for the beginning of December. We planned on it to be our last, big event together, before everyone would start to get home again. The winterball of the Erasmus Student Network (ESN) was advertised as THE event to go and the menu already was mouth-watering! Moreover, traditional “Ceilidh” dancing should of course be provided! This is a Scottish folk dance, which is often celebrated with live music and as a really big event and we definitely wanted it to be part of our experiences. We were not disappointed!

We were welcomed in the Hilton Hotel, our mixed up group had a whole table for their own and the meal was fantastic! We all were amazed by the feeling that you got in this environment: Being something special. We took countless pictures in front of a huge, wonderful Christmas tree and also in the main hall, which was decorated in dark blue and full of lights, which looked like a sky full of stars. And then we were asked to dance. There were partner dances, group dances and we all got more brave and tried a lot. We had so much fun, that we almost forgot our hurting feet in the high heels! But a lot of shoes just ended up next to the dancefloor anyway. When the musicians made a break, a group of cheerleaders just took the wheel and played their music. The atmosphere was amazing, everyone started dancing. It was a wonderful evening and I would advise anyone, who has a chance like that, to make that wonderful experience!

Also in December was the winter concert of my choir group. We practiced a lot of traditional Christmas songs, just like “Jingle Bells” and we had a lot of fun. In the end the concert was way bigger than we all thought. Sure that we got nervous in the end, but we did not need to. It was fun and our choir leader made some amazing jokes, which immediately swept the audience away. Especially important for me was that my flatmates, who became really important to me during my stay, came to watch us.

The next weeks were marked by goodbyes. Again and again we received invitations for dinner, predrinks or partying, since the people wanted to have a last big evening with all their new friends. But it was also a burden for everyone. Especially for those who would not come back after Christmas it was difficult to notice the date of goodbye coming closer and closer. And for those, who would stay, it was difficult to let all those new friends go. I applied for an extension of my stay, kind of an internship, and was glad to know that I would come back.

Und then the day had come. Me and a friend from Germany had to leave. We were six people in our flat, the first girl had left on Wednesday. Since then our mood dropped rapidly, we were feeling horrible and realised, that we needed to make the most of the remaining days. So we pulled ourselves together and went out for something special every day. On Thursday we walked another guy to the bus, Friday was our turn. Two people were still left to take us to the bus station to say goodbye. It was horrible. For my friend it was entirely over, for me it was definitely the end of a special period in my life. I knew it would not be the same, when the rest of the best friends would be missing when I come back. We were glad, that we were flying together and made a great fuss at the airport. Our luggage was too heavy, not even entirely packed, we forgot electronical devices in the hand luggage, which then was hold back at first and all of that with three layers of clothes, that did not fit into the suitcase anymore. We literally were made sweat.

We all enjoyed it to be home for Christmas with our families. We had way to good food, were enjoying a relaxed stay and meeting old friends. And we still stayed in contact the whole time. We were regularly writing via Facebook and Whatsapp, we sent loads of pictures and even skyped. It helped us to cope with suddenly being apart from each other and to develop hope, that we would really see each other again soon. Our plan is to meet in summer, my German friend and one of our guys, who is also doing his Erasmus now, will come back to Glasgow, so we all are reunited for a while again!

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