Praktikum im Regenwald: Ankunft in Costa Rica

Neuzugang im Regenwald: Studentin Marieke macht ein Praltikum in Costa Rica. Und schildert Euch hier Eindrücke aus der Tropenstation La Gamba.

Hallo, ich heiße Marieke und bin 24 Jahre alt, werde während meiner Zeit hier in Costa Rica aber schon 25. Ich studiere in Kiel Umweltgeographie und -management und stehe kurz vor meiner Masterarbeit. Deshalb kam mir auch der Gedanke, dass ich die Vorteile des Studiums noch einmal nutzen sollte, um eine Weile, die über die Dauer eines Urlaubs hinausgeht, Zeit in einem anderen Land zu verbringen. Ich entschied mich dies mit einem Praktikum in der Tropenstation La Gamba vom Verein „Regenwald der Österreicher“ zu verbinden und eröffnete mir so auch die Möglichkeit, Unterstützung durch PROMOS zu bekommen. Da für mein Studium ein Praktikum vorgesehen ist, konnte ich also ziemlich viele Fliegen mit einer Klappe schlagen. Außerdem habe ich vor zwei Jahren ein Semester in Santiago de Compostela studiert und Spanisch gelernt, was ich aber noch stark verbessern kann.

Nach einem sehr, sehr langen Flug von Hamburg über Amsterdam und Panama kam ich dann am Abend in San José an und wurde dort das erste Mal in meinem Leben mit meinem Namen auf einem Schild erwartet. Obwohl ich eigentlich todmüde war, wurde ich auf der Fahrt zum Hostel wieder hellwach. Da mehrere Hostels angefahren wurden, gabs eine kleine Stadtrundfahrt in der Nacht und es gab viel zu sehen. Es waren tausende Menschen und Autos auf den Straßen von San José unterwegs und der Taxifahrer ist durch das wilde Treiben gejagt ohne einen Menschen oder ein Auto zu erwischen, auch wenn es für mich manchmal sehr knapp aussah. Im Hostel hatte ich dann ein kleines Zimmer vor dessen Fenster circa alle 10 Minuten eine Eisenbahn vorbeifuhr. Für alle, die die Blues Brothers kennen, wissen wovon ich spreche.

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Die Eisenbahn, die vor meinem Fenster voerbeifuhr

Am nächsten Tag hatte ich Zeit, mir die Stadt anzugucken, da mein Flieger nach Golfito erst am nächsten Morgen um sechs Uhr ging. Die Menschen waren ausnahmslos alle wirklich sehr nett! Sobald ich nur eine Sekunde auf den Stadtplan gesehen habe, kam jemand, um mich zu fragen, ob ich mich verlaufen habe und Hilfe brauche. Die Stadt ist auch tagsüber sehr belebt und Ampeln haben hier nicht so viel zu sagen. Ein Auto hat sogar bei grün gebremst, damit ich über die rote Ampel gehen kann.

Am nächsten morgen ging es dann weiter nach Golfito und von dort mit dem Taxi an die Tropenstation La Gamba. Der Flieger war winzig klein und reichte für 15 Leute und flog sehr tief über dem Regenwald. Das machte mich zuerst ein bisschen nervös, aber es sah so beeindruckend aus, dass das ganz schnell wieder verging. Am Ende ging es dann sogar zwischen den Bäumen durch zur Landebahn.

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Blick aus dem Flugzeug nach Golfito

In der Station kam ich dann pünktlich zum Frühstück an und lernte gleich ein paar nette Menschen kennen. Einerseits kommen hier Gruppen, die nur kurz bleiben und andererseits einzelne Studenten, die für ihre Abschlussarbeiten Daten sammeln. Die meisten hier sind Biologen und bestimmen hauptsächlich Pflanzen, zählen Ameisen oder beobachten Bienen.

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Vorbereitungen für das Fest in der Finka Modelo

Für mich ging es am ersten Tag auch direkt los. Ich fuhr mit zur Finka Modelo, die Baumschule des Wiederbewaldungsprojektes. Da dort zwei Tage später ein Fest stattfinden sollte, bei dem sich die Leute aus dem Dorf trafen, um Samen auszutauschen, half ich zunächst bei den Vorbereitungen. Auf der Finka werde ich hauptsächlich mitarbeiten in der Zeit in der ich hier bin. Dort arbeite ich mit den Leuten aus La Gamba zusammen und lerne ganz viel spanisch. Das war das Ankommen und der erste Tag.

 

 

6 Gedanken zu „Praktikum im Regenwald: Ankunft in Costa Rica

  1. Monika bättner

    Liebe Marieke
    Ich wünsche dir ganz viel Freude und viele schöne Erlebnisse und Begegnungen
    Liebe Grüße von Monika und bernd

    Antworten
  2. Anita Schallenberg

    Hallo Marieke,
    ich überlege mir schon lange ein paar Monate nach dem Abitur im Ausland zu verbringen.
    Mein größter Wunsch wäre es, zum Regenwald zu reisen und dort etwas für den Umweltschutz zu tun.
    Ich habe hier unten meine Email angegeben, die du hoffentlich sehen kannst.
    Würde mich sehr freuen, mich mal mit jemanden zu unterhalten, der schon einmal dort war.
    Liebe Grüße Anita

    Antworten

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