Ostern in Costa Rica

Jetzt war schon Ostern und zu diesem Anlass bin ich mit zwei Freundinnen, Tess und Sabine,  über’s Wochenende mit dem Bus an die Küste nach Uvita gefahren.

In der Station ist seit Donnerstag nicht viel zu tun gewesen, da alle frei hatten. Uvita war wunderschön! Ich konnte dort surfen und wir haben eine Wanderung zu einem Ort am Strand gemacht, zu dem man nur bei Ebbe hingelangt, um dort zu schnorcheln. Man hatte dort alles, was schön ist auf einmal! Regenwald, Palmen, viele Tiere, Sandstrand, blaues Meer und Sonne!

Strand, Regenwald und blaues Meer

Tess, Sabine und ich in Uvita

Die letzten Wochen haben schon wieder großen Spaß gemacht und die Zeit hier vergeht sehr schnell. Ich habe Sabine ab und zu mal beim Messen der Bäume im Wald geholfen. Diese Fläche wurde vor einigen Jahren wiederbewaldet als Korridor zwischen zwei großen Wäldern. Jetzt soll anhand des Umfangs der gepflanzten Bäume gemessen werden, wie das Wachstum voranschreitet. Dazu muss man sich allerdings erstmal mit der Machete durch das wildeste Gestrüpp kämpfen. Das macht großen Spaß!

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Finde Sabine

Um in dieses Waldstück zu kommen, läuft man bei Ovidio (der Besitzer) durch die Kakaoplantage. Einen Tag haben wir dann auch eine Führung von ihm bekommen und selbst Schokolade hergestellt. Von der Frucht am Baum zum rösten der Kakaobohnen, dann malen und zuckern bis zur fertigen, megamegaleckeren Schokolade. Das war sehr spannend und am Ende haben wir die Schokolade natürlich mit Bananen gegessen.

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Von der Frucht..

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…zur Schokolade

Ein paar Tage später habe ich mit Oli, einem Freund, eine Wanderung gemacht, die genau das Richtige für mich war! Wir kletterten ungefähr zweieinhalb Stunden einen Fluss hoch und dann noch ein Stück Felswand und gelangten dann zu einer Tropfsteinhöhle, in denen wir herumklettern konnten. Bis auf ein paar Fledermäusen war niemand dort!

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Der Weg Flussaufwärts

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In der Tropfsteinhöhle

Um auf den Rückweg zu gelangen mussten wir dann nochmal ein Stück weiter klettern, wobei ich ab und zu mal abrutschte oder in tiefe Löcher trat. Da ich von den Höhlen komplett durchnässt war, war ich von oben bis unten voll mit Matsch als wir zurück auf den Weg kamen. Ab hier ging es dann nur noch steil bergab.

An einer steilen Stelle sah ich von Weitem, dass der Weg begann ein bisschen ebener zu werden und ich dachte mir, dass ich dann ja mal ein bisschen rennen kann, um auf dem ebenen Stück dann auszulaufen, um langsamer zu werden. Was ich dabei leider übersah war, dass über den Weg ein Tor aus Stacheldraht gespannt war. Oli rief von weiter hinten „¡Cuidado! ¡Atención!“, aber das nahm ich leider nicht wahr und rannte mit hoher Geschwindigkeit in den Stacheldraht. Dabei hatte ich allerdings noch ziemlich Glück, denn ich bin mit zwei Löchern im linken Oberschenkel und blauen Flecken davon gekommen. Seitdem mussten wir jedesmal lachen, wenn wir meine Oberschenkel sahen. Dann haben wir auf dem Rückweg noch bei seinem Opa gehalten, um Guabas zu pflücken und zu essen. Hmm, das war lecker!

Einen Tag unterstützte ich dann auch Tess bei ihrer Arbeit. Für ihre Doktorarbeit geht es um Prachtbienen und die muss sie fangen. Hierfür gaben wir einen bestimmten Duft auf ein Stück Papier und hängten das an einen Baum, um zu sehen welche Arten davon angelockt werden. Die Bienen fängt Tess dann ein, um sie dann einzufrieren und hinterher im Labor zu bestimmen.

Tess bei der Arbeit

Und gefangen!

Jetzt hat schon meine letzte Woche an der Station begonnen. Danach habe ich noch ein paar Tage Zeit in Costa Rica, bevor es dann zurück nach Deutschland geht.

Ein Gedanke zu „Ostern in Costa Rica

  1. Martin

    Das klingt ja mal wieder nach Abenteuer pur😃 Aber wozu braucht man im Regenwald denn Stacheldraht ?
    So ein bisschen selbstgemachte Schokolade würde ich auch gerne mal probieren . Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen im „warmen“ (wir hatten schon einmal 20 Grad!) bis bald…..

    Antworten

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