Ein Vulkan zum Abschluss

In der letzten Woche an der Station konnte ich meinen Geburtstag zur Abwechslung mal bei hochsommerlichen Temperaturen feiern.

Zufällig wurde an dem Tag auch das Schwein geschlachtet, um es am Abend zusammen mit allen Mitarbeitern der Station und ihren Familien zu essen. Ich sah das erste Mal in meinem Leben zu. Es kostete im ersten Moment Überwindung, aber gleichzeitig war es auch sehr interessant.

Am Abend beim großen Festessen wurden dann plötzlich alle Lichter ausgeschaltet und ein riesiger Kuchen mit vielen Kerzen aus der Küche zu mir getragen und alle haben gesungen. Ich hatte noch nie so einen großen Kuchen bekommen. Er war so groß, dass er für alle 35-40 Leute reichte! Vor allem weil ich nicht damit gerechnet hatte, war es wirklich eine tolle Überraschung!

Ein paar Tage später machten wir eine Wanderung durch einen Fluss, um eine bestimmte Orchideenart zu finden und einzusammeln. Es ging ungefähr vier Stunden lang durch den Fluss, wobei es mal mehr und mal weniger tief war. Eigentlich wollten wir es bis zum Wasserfall schaffen, aber wir mussten umkehren, bevor wir dort ankamen, weil wir befürchteten, dass es dunkel wird bevor wir zurück sind.

Die letzten Tage vor meiner Abreise hat es einige Male stark geregnet, meistens so ab vier-fünf Uhr nachmittags. Zuvor war es die ganze Zeit sehr trocken, doch so langsam ging es schon in die Regenzeit über. Jonas, ein Student aus Bochum freute sich sehr darüber, da er in seinem Projekt Frösche untersucht. Nach dem starken Regen machten wir zusammen dann immer mal eine Nachtwanderung und er zeigte mir, was alles so hervorkommt wenn es mal nass ist. Wir entdeckten sehr viele verschiedene bunte Frösche in groß und klein, Kaimane, Schlangen, einige große Spinnen und interssante Insekten. Eine Spinne hatte sich gerade einen Fisch aus dem Fluss gefangen und war dabei diesen zu essen.

Nachdem ich die Station dann verlassen hatte, verbrachte ich noch zwei Nächte an der Küste in Dominical, um dort zu surfen und fuhr dann weiter nach Alajuela, was direkt am Flughafen liegt. Hier besuchte ich am letzten Tag noch den Vulkan Poás. Ein schöner Abschluss einer sehr schönen Zeit in Costa Rica.

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Dominical

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Vulkan Poás

Ich werde einiges vermissen! Die Leute von der Station und aus La Gamba. Die Wärme und, dass man nicht darüber nachdenken muss, ob es vielleicht kalt wird am Abend. Die Gelassenheit und Offenheit der Menschen. Das Wohnen mitten in der Natur, sodass man morgens von Tiergeräuschen geweckt wird. Die vielen verschiedenen Pflanzen und Tiere, vor allem die Kolibris! Den Nasenbären, der sich bei uns immer Bananen geholt hat. Ich werde es vermissen den ganzen Tag draußen zu sein. Die Arbeit im Garten zusammen mit den anderen Gärtnern und die verrückte Katze Chicha, die sich eher wie ein Hund verhalten hat. Den Tukan, der uns immer mal in der Finca besucht hat. Das Essen, was wirklich genau nach meinem Geschmack war. Wenn ich kochen könnte, würde ich es zu Hause versuchen nachzukochen. Das Entspannen in der Hängematte. Die verschiedenen Bananen. Das ständige Probieren von unbekannten Früchten. Das warme Meer. Die Wasserfälle. Den warmen Regen. Spanisch sprechen.

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Sonnenuntergang in Dominical

Ich hoffe, dass ich nochmal die Möglichkeit haben werde zurückzukommen und La Gamba zu besuchen. Dann mit mehr Zeit zum Reisen, um noch mehr von Costa Rica zu sehen!

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