Rhajastan – Indien Part 2

Nach dem wir Delhi verlassen haben, ging es für uns mit dem Nachtzug nach Jodhpur, die blaue Stadt.

Die blaue Farbe ist hauptsächlich im alten Teil Jodhpurs zu sehen, wo die Brahmanen leben. Die Häuser wurden zum Zeichen der Zugehörigkeit zur Brahmanen Kaste blau gestrichen, heute sind aber auch noch mehr Gebäude in dieser Farbe, da sie auch gegen Insekten und für die Kühle gut ist.

Doch nicht nur die blauen Häuser, sondern auch das riesige Meherangarh Fort aus  dem 15. Jahrhundert, welches über den Häusern von Jodhpur thront, ist ein Besuch in Jodhpur wert. Das Fort ist besonders von den Dachterrassen, welche meist Restaurants sind, gut zu sehen. Gerade in der Off-Season, in der wir reisen, ist es leicht einen schönen Platz zu finden, auch wenn mehr Restaurants und Shops geschlossen sind, dafür ist es aber nicht überfüllt. Das Fort befindet sich in der Altstadt in der man seine Zeit mit dem Bummeln und dem Stöbern in den Shops, verbringen kann. Jodhpur ist eine sehr große Stadt, aber für Touristen ist die Altstadt am Interessantesten.

Von Jodhpur ging es für uns nach Pushkar.

Puschkar ist bekannt für den heiligen See, der durch das Fallenlassen einer Lotusblüte von Brahma entstand, so der Glaube.

In Puschkar ist der einzige bedeutende Brahma- Tempel in Indien und ist somit ein Pilgerort für viele Hindus, um von hier sich rein zu waschen. Täglich finden am See Zeremonien statt für die Gläubigen, aber auch für viele Touristen ist dies ein magischer Ort. Doch leider wird dies – für mich deutlich zu viel – von den Einheimischen sehr ausgenutzt.

Zum Einen ist dies natürlich eine gute Einkommensquelle, doch zum Anderen, denke ich, dass somit die Tradition und insbesondere die Religion verloren geht bzw. missbraucht wird (Doch zum Thema Tourismus in Indien möchte ich am Ende meiner Reise einen Artikel schreiben). Wir haben uns abends den Sonnenuntergang am See angeschaut und hatten das Glück während einer Vollmondnacht dort zu sein, daher war die Zeremonie deutlich länger und ausgefallener. Rhajastan ist zur Zeit sehr heiß und trocken, da es seit ca 8 Monaten nicht mehr geregnet hatte, daher war es sehr interessant für uns in die Wüste zu fahren, wir haben uns also ein Roller ausgeliehen und sind mit dem Ziel einen Tempel zu finden. Leider haben wir den nicht gefunden, aber wir haben sehr beeindruckende Natur gesehen.

Nächster Stop war dann Udaipur, eine Stadt am See.

Uns hat Udaipur sehr gefallen, womöglich weil wir nette Leute kennen gelernt haben, sodass wir dann etwas länger geblieben sind, auch wenn nicht viel zu tun war, außer zwei sehr schöne Paläste zu besuchen. Einer ist in der Stadt, welcher abends beleuchtet ist und man kann ihn sehr schön von verschiedenen Dachterrassen sehen, der andere ist weiter entfernt und eigentlich nur mit einem Auto oder Motorrad zu erreichen. Besonders ist der Palast nicht, aber der Ausblick ist wunderschön. Sonst ist die Stadt sehr ruhig, besonders in der Off-Season, und man kann die Zeit am See genießen. Die Sonnenuntergänge am See auf den Dachterrassen sind wunderschön, man kann entspannen und die Seele baumeln lassen.

Das Taj- Mahal.

Für mich war klar, dass ich einmal in meinem Leben das Taj Mahal sehen möchte, und das haben wir dann auch. Das Taj Mahal ist unglaublich beeindruckend, insbesondere wenn man bedenkt, dass Sha Jahan, der Großmogul in Indien, dies als Grabstätte für seine bei der Geburt ihres 14. Kindes gestorbene Frau erbaut hat. Doch auf Grund der hohen Kosten dieses perfekten Gebäudes, wurde der König der Mongulen vom Thron gestürzt, und er musste den Rest seiner Lebzeit im Gefängnis im roten Fort gegenüber des Taj Mahals verbringen. Heute gedenken die Besucher des Taj Mahals, den Frauen und deren schwierige Aufgabe, Mutter zu werden und zu sein. Außerdem ist eine Moschee integriert, die mit der Grabstätte erbaut wurde.

Als wir das Taj Mahal besuchten, war es unglaublich voll, da eine menge von indischer Touristen auch das Taj Mahal besuchen wollten. Doch trotz der Menschenmassen war es ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

Agra gehört zwar nicht mehr zu Rhajastan, passte aber besser zu diesem Artikel, als zu dem nächsten über Varanasi und Bodhgaya den heiligsten Städten Indiens.

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