Freiheit Zitat Finn

Plötzlich Millionär!

Rückblick:

„Der kalte Wind lässt mir die Augen tränen. „Geschafft und frei“, abgemeldet aus dem System. Vorher immer in gefühlter Sicherheit gelebt, nie gegen Auflagen verstoßen, an Gesetze gehalten. Den Ämtern alles gegeben was sie wollten, Auskünfte über mein ganzes Leben, wo ich mit wem in welcher Wohnung unter welchen Bedingungen lebe, wovon ich meinen Lebensunterhalt bestreite, ob ich ein Auto habe, welche Konten, Vermögensnachweise, Gesundheitszustand und was eben die freie demokratische Lebensweise einem so abverlangt…
Meine Reise ist die Suche nach dem „Ich“, die suche nach verlorenen Träumen. Ich bin ein Kind dieser Welt und benötige keine langen Pläne. Ich stille nur meinen Lebensdurst, meine Sehnsucht nach Abenteuer und Gefahr, frei von Politik und Vorurteilen. Mein zu Hause ist wo ich gerade bin.

Ich glaube es ist nicht der kalte Wind in meinen Augen… es sind Tränen der Freiheit, der Freude endlich selbst zu bestimmen, den Daumen in den Wind zu halten und meine Mutter anrufen zu können und ihr sagen „Mama… ich lebe“

Moin, Moin Ihr lieben Leute!
Wir sind jetzt seit einem Monat und 8 Tagen auf unserer Weltreise für unbestimmte Zeit.
Nun melden wir uns schon direkt von unserer zweiten Station, Indonesien! Hier sind wir vor 9 Tagen gelandet und genießen nun endlich die dauernde Sonne mit einer frischen Brise hier auf Lombok!

Doch wie endete unsere erste Station auf Koh Chang, der wunderschönen Insel Thailands?
Als abschließender Satz fällt mir immer „regnerisch aber wunderbar“ ein.
Koh Chang liegt südöstlich in der Nähe zur Grenze von Kambodscha. Die Insel ist nur zu 10% bebaut, der Rest ist noch Dschungel! Das liegt daran, dass das Landesinnere aus steilen bewachsenen Berghängen besteht. Die Insel Koh Chang (Koh=Insel Chang=Elefant) hat ihren Namen von ihrer Form, die an eine Elefanten Herde erinnern soll.

Koh Chang von oben

Wir hatten von unseren drei Wochen Aufenthalt wirklich zwei Wochen nicht das, was man sich unter einer Trauminsel vorstellt. Doch das hat uns, selbstverständlich, nicht davon abgehalten, die Insel mit einem ausgeliehenen Motorroller zu besichtigen. Wir bestaunten noch den ein oder anderen Wasserfall, trafen noch einige Affenfamilien am Straßenrand und lernten tolle, verrückte Menschen bei uns im Ressort kennen.

Während Anfang Juli die großen Politiker auf dem G20-Gipfel in Hamburg, in ihrem sicheren Gebäude unter anderem über die Verringerung der globalen Meeresvermüllung debattierten, sahen wir nach dem Zyklon auf Koh Chang die Folgen direkt vor Ort. Wir entschieden kurzerhand eine Plastiktüte, aus einem Ressort am Strand, zu organisieren und sammelten am Klong Prao Beach mit einer viel zu kleinen Plastiktüte angespülten Plastikmüll…

Viel zu wenig im Nachhinein und doch haben wir etwas dazu beigesteuert, den Strand wieder in Ordnung zu bringen.

Wir haben erfahren, dass es tatsächlich oft die landeseigenen Fischer sind, die vom Boot aus ihren Müll ins Meer schmeißen, ohne über die für sie folgenschweren Konsequenzen nachzudenken. In Großteilen Asiens hat es natürlich auch seinen Grund, denn Wirtschaft und Bevölkerungszahlen wachsen hier seit vielen Jahren enorm. Es wird immer mehr verbraucht und somit auch produziert, aber bei der Beseitigung des Abfalls stehen die Länder noch am Anfang. Mit den enormen Mengen Müll, den ihre Bewohner und dazu noch der Tourismus verursacht, sind sie überfordert. Viele Leute hier haben andere Sorgen als den Umweltschutz.

Klong Prao Müllsammeln

Wer in der Regenzeit nach Thailand reist muss mit dem „dreckigen“ Strand und dem Regen rechnen. Wie man auf unseren Bildern im Blog sehen kann war das Wetter auch nicht nur schlecht.

Für uns waren die drei Wochen im Boonya Resort, bei Manuel einfach perfekt.
Wir haben unseren Blog nach dem Umzug zu WordPress mit einem neuen Design versehen. Jetzt haben wir viel mehr Möglichkeiten und sind in der Gestaltung unserer Website frei. Manuel hat uns nicht nur unberührte Natur, einsame Strände und die Kultur der Thailänder näher gebracht, sondern hat uns durch seine Fachlichkeit im Webseitenaufbau unglaublich gut unterstützt.

Durch das schlechte Wetter waren wir sehr eingeschränkt in unseren Aktionen auf der Insel. Eigentlich wollten wir gerne mal Yoga machen, auf Koh Chang gibt es das Aire Beach Café, ein kleines vegetarisches/veganes Yogacafe. Hier wird bei gutem Wetter morgens ein Yogakurs angeboten. Leider hat es in unseren drei Wochen fast jeden Morgen geregnet und somit fiel der Yogakurs für uns ins Wasser.

Manuel erzählte uns am ersten Tag auf Koh Chang, dass es eine kleine Schule gibt, in der kambodschanische Flüchtlingskinder unterrichtet werden. Ein etwas älterer Mann nimmt jeden Morgen die in Thailand lebenden Flüchtlingskinder aus Kombodscha zu sich und unterrichtet sie, während ihre Eltern arbeiten. Wir haben uns ganz doll vorgenommen die Schule zu besuchen und doch auch da hat uns das Wetter viel zu oft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da das Haus etwas abgelegener Richtung Dschungel lag, konnten wir mehrmals nicht hinfahren. Die Straße war einfach nicht für unseren Motorroller befahrbar, es kamen kleine Flüsse die Sandstraße herunter und rissen riesige Löcher und Spurrillen in den Boden.

Regen auf Koh Chang

Eines Tages haben wir es dann doch geschafft und wir fuhren, gemeinsam mit Manuel, nach oben.
Viele der Kinder haben uns direkt Hallo gesagt. Sie hatten gerade Unterrichtspause und nutzen diese, um Murmeln oder „Uno“ zu spielen, mit den drei Volunteers aus Frankreich zu malen oder ihr Essen zu kochen.

Die Kinder standen auf Hockern vor einer großen Pfanne und haben für 40 Kinder und vier Erwachsene gekocht. Zeitweise war kein Erwachsener in der Nähe. In Deutschland undenkbar! Als wir kurz vor dem Essen wieder fuhren, sprudelten wir vor Ideen, was wir das nächste Mal mitbringen könnten, um mit ihnen etwas zu bauen. Leider verging die Zeit dann doch irgendwie wie im Flug und wir besuchten sie nicht noch einmal.

Wir haben uns nach den drei Wochen ganz schön heimisch im Ressort gefühlt und bedanken uns nochmal ganz ganz herzlich bei Manuel und seinem Team.

Von Koh Chang nach Bangkok

Von Koh Chang ging es dann per Taxi, Fähre, Bus, Zug und wieder Taxi zu unserer Unterkunft in Bangkok, die wir zuvor über Airbnb gebucht haben. Die Unterkunft war super schön und minimalistisch eingerichtet, es war alles vorhanden, was man so benötigt. Hier verbrachten wir zwei Nächte, bevor es weiter nach Indonesien ging.

Unser Flug vom Don Mueang Airport in Bangkok startete mit einer Stunde Verspätung um 18 Uhr. Nach einem unruhigen Flug und vielen Turbulenzen landeten wir drei Stunden später, in Jakarta. Hier angekommen mussten wir erst einmal Geld abheben. Wir haben uns vorher nicht wirklich mit dem aktuellen Wechselkurs (1 Euro sind ca. 15000 Rupiah) beschäftigt und waren ziemlich überrascht als wir merkten, WIR sind MILLIONÄRE. Somit haben wir erst einmal zwei Millionen indonesische Rupiah abgehoben (das entspricht ca. 126Euro)

Von Jakarta ging es direkt am nächsten Morgen weiter nach Lombok. Nochmal 1,5 Stunden Flug, plus eine Stunde Zeitverschiebung. Am Nachmittag kamen wir dann endlich in unserem neuen Zuhause an…

Im nächsten Beitrag schreiben wir über unsere bisherigen Erlebnisse auf Lombok!

Lombok/Setangi Beach

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Finn

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