Vom Gefühls- und Umzugschaos in den letzten Monaten vor der Abreise

Nun sind es nur noch knapp zwei Monate bis ich Deutschland verlasse, um mein langersehntes Abenteuer in Australien zu starten. Genauer gesagt sind es sogar nur noch 54 Tage.

Ich werde dauernd gefragt, ob ich schon aufgeregt bin oder ob ich Angst vor dem großen Schritt habe. Dadurch, dass ich so früh mit der ganzen Planung begonnen habe, kam es mir jedoch immer noch so weit weg vor, dass ich darauf immer recht entspannt antworten konnte. Doch jetzt merke ich, dass es langsam ernst wird und der große Tag immer näher rückt. Trotzdem muss ich sagen, dass sich meine Aufregung noch in Grenzen hält. Ich freue mich natürlich und sicher mischen sich auch immer mal ein paar Angstgedanken unter die Vorfreude, aber irgendwie glaube ich, dass die richtige Aufregung erst kommt, wenn ich am 12. Januar ins Flugzeug steige.

Vor drei Wochen bin ich aus meiner Wohnung ausgezogen, was für mich wirklich ein großer Schritt war. Es fiel mir wirklich alles andere als leicht, meine geliebte Wohnung aufzugeben, auch wenn ich natürlich wusste, wofür ich das alles tue. Sie zu behalten wäre nur unnötiger Stress gewesen, zumal ich auch gar nicht weiß, wo es mich nach dem Jahr im Ausland hin verschlägt.

Der Umzug und die Zeit davor waren daher ziemlich nervenaufreibend und ich war tatsächlich sehr niedergeschlagen. Doch als alles geschafft war, fühlte es sich an, als wäre ich eine große Last losgeworden. Ich war die Wochen vorher so mit dem Trauern um meine Wohnung beschäftigt, dass ich mich gar nicht mehr richtig auf mein Abenteuer freuen konnte. Ich hatte zeitweise sogar richtige Zweifel, ob es das Richtige ist was ich tue, oder ob ich unvernünftig bin, dass ich alles so einfach aufgebe. Ich bin 27 Jahre alt und bin gerade zurück in mein rosafarbenes „Kinderzimmer“ gezogen – es war schwer, das Gefühl auszuschalten, dass ich damit einen Rückschritt getan habe. Doch jetzt, wo ich all den Umzugsstress überstanden habe, bin ich wieder viel positiver eingestellt und kann mich auf die tollen Dinge konzentrieren, die jetzt anstehen. Inzwischen genieße ich es auch einfach, die letzten zwei Monate noch viel Zeit mit meiner Mutter zu verbringen, bevor ich so lange weg bin. Außerdem habe ich eingesehen, dass es kein Rückschritt, sonder einfach der nächste Schritt in Richtung des großen Abenteuers ist.

sdr

Seit dem Umzug kommt es mir so vor, als würde die Zeit nur so dahin rasen. Der November ist schon wieder zur Hälfte vorbei und bald beginnt die Weihnachtszeit, die ja generell gefühlt doppelt so schnell vergeht, wie alle anderen Monate. Am 15. Dezember ist dann auch schon mein letzter Arbeitstag – ich kann kaum glauben, dass es nur noch vier Wochen bis dahin sind.
Es ist wirklich verrückt, dass es fast ein halbes Jahr her ist, seitdem mein Visum genehmigt wurde und ich mit der Vorbereitung begonnen habe. Ich befürchte allerdings, dass das nächste Jahr wohl genauso schnell vergehen wird, wenn nicht sogar noch schneller.

Ich werde nun noch die letzte Zeit in meinen rosafarbenen vier Wänden genießen und mich auf mein großes Abenteuer vorbereiten.

dav

Was genau ich in Australien mache und wie lange ich dort bleibe, könnt ihr in meinem letzten Post nachlesen.

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