Die erste Woche am anderen Ende der Welt

Nun bin ich tatsachlich schon seit fast einer Woche in Australien – ich kann es noch immer kaum glauben. Andererseits fühlt es sich aber auch irgendwie so an, als sei ich schon ewig hier, weil ich mich einfach in so kurzer Zeit richtig gut eingelebt habe.

Ich wohne etwa eine Stunde südlich von Melbourne auf einer Halbinsel und „arbeite“ hier als Au Pair. Eigentlich kann man das kaum als arbeiten bezeichnen, da der Job einfach so angenehm ist und ich die „Arbeit“ mit dem Erkunden der Gegend verbinden kann. Ich lebe bei einer super lieben Gastfamilie mit zwei Töchtern (6 und 8 Jahre alt) und wurde hier direkt richtig herzlich aufgenommen.
Momentan haben die Mädels noch Ferien, daher unternehmen wir ganz viel und ich habe die Chance, sie direkt richtig kennenzulernen. An den ersten drei Tagen hatte die Jüngere der beiden ein Basketball Camp, daher habe ich viel Zeit mit der 8-Jährigen verbracht. Wir waren zum Beispiel in einem Tierpark, in dem man Kängurus füttern und Koalas streicheln kann. Ich bin eigentlich kein großer Fan von Zoos und hatte mir das auch etwas anders vorgestellt (mehr wie einen Naturpark, weniger touristisch), trotzdem war es auf jeden Fall eine Erfahrung (Koalas und Kängurus sind super weich und flauschig). Ich freue mich aber dennoch viel mehr darauf, wenn ich endlich die ersten freilebenden Koalas und Kängurus sehe.

Am Abend bin ich dann noch zu einem nahegelegenen Strand gefahren. Da ich hier mein eigenes Auto zur Verfügung habe (an das Fahren auf der linken Seite habe ich mich zum Glück ganz schnell gewöhnt), brauche ich nur etwa 10 Minuten dorthin. Ich habe dort eine ganze Weile in einer Bucht gesessen und mir den Sonnenuntergang angeschaut. Dort hatte ich einen dieser Momente, in denen ich wahrnehme, dass ich wirklich in Australien bin.Auch die letzten beiden Abende habe ich am Strand verbracht. Am Mittwoch habe ich mich mit einem anderen Au Pair getroffen und wir haben zusammen eine Yogastunde am Strand besucht. Das war wirklich toll. Ich bin definitiv kein Yoga-Profi, aber einfach die Atmosphäre war es wert, das mal mitzumachen.
Außerdem war ich gestern auch das erste Mal hier im Meer schwimmen. Das Wasser ist relativ kühl, aber da wir gestern und heute über 35° Außentemperatur hatten, war es perfekt.
Heute Vormittag war ich mit den Mädchen im Kino – das macht man hier an ganz heißen Tagen, weil es dort klimatisiert ist. Das war definitiv das gemütlichste Kino in dem ich je war. Die Sitze dort sind riesig, super bequem und man konnte die Rückenlehne nach hinten fahren und ein Fußteil ausklappen.
Nach dem Kino haben wir Freunde der Familie besucht, die einen Pool im Garten haben. Ich habe mich dort allerdings nur im Schatten aufgehalten und mit den Beinen im Pool gebaumelt, da wir um die Mittagszeit 39° hatten.
Am Nachmittag sind wir dann noch zum Strand gegangen und haben uns dort mit der Mutter der Mädchen getroffen. Da es so heiß war, habe ich stundenlang mit den Mädels im Wasser gespielt, dementsprechend kaputt bin ich jetzt auch. Mein erster Freitagabend in Australien wird daher auch nicht sehr aufregend.
Am Wochenende werde ich mich noch mit anderen Au Pairs treffen und einfach ein wenig die Gegend erkunden. Das Wetter wird zum Glück auch wieder angenehmer, 39° Grad sind nämlich leider doch eher etwas anstrengend. Trotzdem will ich mich natürlich nicht beschweren – ich kann mir gerade gar nicht vorstellen, dass es in Deutschland schneit, wo ich hier in meinen Sommerklamotten rumlaufe und die Tage am Strand verbringe.

PS: Wer ein bisschen mehr über meine Ankunft lesen möchte, kann dies gerne im letzten Beitrag auf meinem Blog tun.

Also lasst euch nicht einschneien da drüben 😉

Sonnige Grüße vom anderen Ende der Welt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.