Archiv des Autors: Jasmina Schmerer

Farvel und Danke

Dieser Post hier wird der Letzte von mir sein, da mein Auslandsjahr jetzt vorbei ist.
Ungefähr sechs Mal habe ich diesen Blogpost schon angefangen, aber irgendwie habe ich ihn nie fertig bekommen, es übers Herz gebracht den wirklich letzten Post zu schreiben, weil es dann wirklich und endgültig vorbei wäre. Dazu kommt einfach eine unterbewussten Abneigung gegen ein Ende von allem.

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Es sind die kleinen Dinge des Lebens

Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die es schön machen.
Wie zum Beispiel, wenn man früher Schluss bekommt – einfach nur, weil das Wetter so schön ist und dann im Auto auf dem Weg nach Hause spontan beschließt an den Strand zu fahren. Man rechnet damit, dass man den Nachmittag in seinem stickigen Zimmer verbringen muss, weil noch ein Aufsatz zu Freitag geschrieben werden muss und dann sitzt man wieder erwarten am Strand und genießt das Leben.

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ReEntry in Dänemark

Am letzten Wochenende hatten wir das letzte YFU-Seminar auf dem wir alle zusammen gekommen sind – was auch gleichzeitig Abschied nehmen bedeutete. Es war so schön alle ATS und auch die Freiwilligen wiederzusehen, aber im gleichen Moment hat es dich auch verrückt gemacht, weil immer dieser „Das-ist-das-allerletzte-Mal“-Hintergedanke war.

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Man verfällt langsam, aber sicher innnerlich in Stress

Es sind noch zwei Monate bis es wieder nach Deutschland geht, ein Tag weniger um mich von meiner Gastfamilie zu verabschieden. Regelmäßig Schule habe ich (wenn ich „Lectio“ da richtig verstanden habe) nur noch bis Anfang Juni und danach sind „Lernferien“ und Examen. Ergo nur noch einen Monat Schule.

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Ein Reise nach Christiania

Am Wochenende hatten wir einen zweitägigen YFU-Ausflug nach Kopenhagen.
Ich möchte jetzt gar nicht alles, was wir genau gemacht haben beschrieben, weil ich persönlich solche „Und dann .. und dann .. und dann ..“-Erlebnisberichte recht langweilig zu lesen finde, sondern ich möchte auf eine Sache, die wir besichtigt haben näher eingehen: Christiania.

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Und plötzlich macht alles einen Sinn!

Steinwüste: Die Winterestürme haben am Strand von Dänisch Nienhof den Sand weggespült.

Foto Kitzelmann/KN

Das ist auf dänische Musik bezogen, um ganz genau zu sein auf „Mod Solnedgangen“ von Nik & Jay. http://www.youtube.com/watch?v=TvCWWATPWbs
Dieses Lied habe ich vor knapp drei Jahren im Dänemarkurlaub gehört, fand es ganz nett und habe es mir, obwohl ich kein Wort verstanden hab, heruntergeladen. Damals war es für mich ein einziges Gelalle, von dem ich dachte, dass ich es ohne Google-Übersetzer nie verstehen werde. Das Lied geriet in Vergessenheit und wurde aus dieser – dank meiner Shuffle-Funktion am iPod – heute wieder herausgeholt, und siehe da; Alles macht auf einmal Sinn.

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Halbzeit in Nordfünen

Der Sand einer Stundenuhr rinnt am Dienstag (11.11.2008) im Niederrheinischen Freilichtmuseum in Grefrath vor einer antiken Uhr durch das Glas. Im Zeichen der Zeit steht eine Ausstellung von Sanduhren im Freilichtmuseum Dorenburg in Grefrath bei Viersen Bis zum 27. November werden in der Sonderschau "Die Zeit verrinnt - Sanduhren Gestern und Heute" etwa 65 Zeitmesser dieser Art gezeigt. Foto: David Ebener dpa/lnw (zu lnw 7160 vom 11.11.2008) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto dpa

Halbzeit?! Am Dienstag, 14. Januar, hatte ich Halbzeit zu meiner Abreise aus Dänemark zum YES (Young Europeans Seminar: ein Seminar von YFU für alle Europäer, die in Europa ihr Austauschjahr verbracht haben), und heute ist Halbzeit, bis ich meine Familie wiedersehe.

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Wundervolle dänische Weihnachtszeit

Unser Haus versank seit Ende November in all dem Weihnachtsnippes, an jeder Ecke in Odense war Weihnachtsbeleuchtung angebracht.K640_DSCF5671
Im Park „Konges Have“ vor dem „Odense Schloss“ wurden bis zu Weihnachten jeden Abend 1000 Fackeln angezündet,
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jeden Tag zum Adventskalender im Fernsehen Æbleskiver, Pfeffernüsse oder eine andere weihnachtliche Süßigkeit essen und die meiner Meinung nach doch sehr entspannte Weihnachtszeit hier in Dänemark genießen. Ich finde, in Deutschland ist die immer sehr hektisch, weil man noch Geschenke besorgen und hier noch was machen und da noch was machen muss – und hier ist es irgendwie nicht so.

Adventszeit
Wie schon gesagt, war pünktlich zum 1. Advent alles geschmückt. In Massen. Sogar im Badezimmer saß ein kleiner Weihnachtsmann. Weil ich am Abend, als alles dekoriert wurde, bei einer Freundin war, bin ich erst aus dem Grinsen nicht mehr raugekommen, weil ich an jeder Ecke mehr Deko gefunden habe.
Wir haben hier eine Menge „Adventskalender“ bzw. Dinge/Rituale, mit denen man zu Weihnachten runterzählt:
Einmal einen aus Schokolade, wie ihn wahrscheinlich auch die meisten in Deutschland zu Hause haben.
Dann haben wir eine „Kalenderlys“, also eine Kerze mit Zahlen drauf, allerdings klappt das mit dem jeden Tag einen Tag abbrennen nicht ganz so gut, weshalb man dann vor Weihnachten etwas in Stress verfällt, wenn am 22. laut der Kerze immer noch der 14. ist.
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Unsere Kalenderlys

Das nächste sind die Adventskalender (dieses Jahr waren es zwei) im Fernsehen. Es ist jeweils eine Geschichte, die um/zu Weihnachten spielt und in 24 Teile aufgeteilt wird. Eigentlich sind es kinderfreundliche Geschichten und auch nicht so spannend oder so, aber bei mir wurde sogar in der Schule manchmal darüber gesprochen, was in der Folge gestern passiert ist.
Die „Adventsgeschenke“. Man bekommt hier jeden Adventssonntag zum Frühstück ein kleines Geschenk.
Genauso wie in Deutschland haben wir auch einen Adventskranz. Eigentlich werden die Kerzen auch traditionell in allen vier “Ecken” platziert, aber mein Bruder hat sich dieses Jahr mal kreativ ausgetobt.
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Unser Adventskranz
Und dann zu guter Letzt die Weihnachtssocke, in der man fast jeden Tag etwas Süßes findet.
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Die Weihnachtssocken von meinen Brüdern und mir

Weihnachtsfeiern

Dann als nächstes gehören Weihnachtsfeiern (Julefrokost) mit zur dänischen Kultur.
Bei mir an der Schule (Ich weiß nicht, ob das nur meine war oder ob man das für ganz Dänemark sagen kann) hat jede Klasse sich für Donnerstagabend (also in der Nacht vorm letzten Schultag) eine eigene Weihnachtsfeier  privat organisiert. Zu einer typischen dänischen Weihnachtsfeier gehören auf jeden Fall das Essen – Flæskesteg (Schweinebraten), Medister (eine bestimmte Art Wurst), Tarteletts mit Huhn und Spargel, Backfisch, Leberpastete mit Speck und Pilzen, braune (gezuckerte) Kartoffeln und Rotkohl und das alles (mal von den Tartelettes abgesehen) wird mit Rugbrød (dänisches Schwarzbrot) gegessen. – und dann noch Snaps und Julebrygg (Weihnachtsbier).

Heiligabend

Weihnachten wird in Dänemark auch am 24. Dezember gefeiert, man geht nachmittags in die Kirche, und auch die Geschenke werden am 24. abends ausgepackt.
Mein Weihnachten:
Am Abend des 23. sind wir zu meinem Gastonkel gefahren, wo wir die kompletten Weihnachtsfeiertage verbracht haben.
Am 24. haben wir schon morgens angefangen, das Essen vorzubereiten. Das Weihnachtsessen ist hier sehr traditionell, und man kann sich sicher sein, dass ganz Dänemark um 6 Uhr abends am Tisch sitzt und jeder das Gleiche isst. Das Weihnachtsessen ist Schweinebraten und/oder Gans/Ente, Medister, weiße (ganz normale, gekochte) Kartoffeln, braune Kartoffeln (in Zucker und Butter gebratene Glaskartoffeln), Rotkohl und gesalzene Chips (ich bin mir nicht ganz sicher, wie das da mit reinpasst).
Am Nachmittag sind wir in die Kirche gefahren und haben die Weihnachtsmesse besucht. Die Kirche war proppenvoll, allerdings ist das auch der einzige Tag im Jahr, an dem die meisten Dänen in die Kirche gehen, obwohl sie beinahe alle Mitglieder der Folkekirke (die evangelische Kirche Dänemarks) sind.
Wieder zu Hause wurde das Essen weiter gekocht, die Disney-Weihnachtsshow geguckt, und wir haben uns noch den Rest des Adventskalenders angesehen und dann, wie schon gesagt, um 6 Uhr abends gegessen.
Nach dem Essen sind wir um den Weihnachtsbaum getanzt
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Unser Weihnachtsbaum (Hier werden die Geschenke schon vor dem Heiligabend runtergelegt.)

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Der Weihnachtsbaum von Freunden, den ich hier eigentlich nur mit reingenommen habe, weil er wie auch viele andere Bäume hier mit dänischen Flaggen geschmückt wurde. Das jemand die Flagge an den Baum hängt, hätte ich mir in Deutschland nie vorstellen können.

Und wir haben Weihnachtslieder gesungen.
Folgende sind recht traditionell:
Et barn er født i Betlehem – http://www.youtube.com/watch?v=bT_Zje9LeNg
Dejlig er den himmel blå – http://www.youtube.com/watch?v=vS_m_knV1lA
Dejlig er jorden – http://www.youtube.com/watch?v=5OPKZCaIiiE
Søren Banjomus – http://www.youtube.com/watch?v=hasJBmVzt-

Noch zwei Weihnachtslieder, die mir immer wieder über den Weg gelaufen sind, aber nicht traditionell sind (glaube ich).
Jul i Angora – http://www.youtube.com/watch?v=jbSGfexC9xk
Jesus og Josefine – http://www.youtube.com/watch?v=FhKZ2Y1hVMg

Dänemark – Erklär‘ mir bitte einer diese Aussprache

Um es einmal vorweg zu sagen: Dänisch ist nicht soo schwer zu lernen für eine Person, deren Muttersprache deutsch ist – und eigentlich blicke ich mittlerweile ganz gut durch im Dänischen. Ich verstehe fast alles und ich spreche auch recht gut. Aber: Einige Sachen in dieser Sprache machen meiner Meinung nach einfach keinen Sinn.

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Weihnachten kommt!

Ja, ich weiß, es ist und war ein wenig früh, aber seit dem 15. November kommt hier langsam aber sicher Weihnachtsstimmung auf, denn an dem Tag haben die Mädchen aus meiner Klasse „Julehygge“ (Jul: Weihnachten, hygge: dazu habe ich immer noch keine richtige Übersetzung, aber jetzt passt vielleicht sowas wie „gemütliches Zusammensein“) gemacht und da Weihnachtsschmuck für die Klasse gebastelt. Außerdem haben wir Glühwein getrunken und Æbleskiver (Rezept kommt ans Ende auch wenn wir einfach nur fertige aufgebacken haben. Das entwickelt sich hier langsam zum Kochblog.) gegessen. Ich finde, dass Æbleskiver seeehr gut schmecken.

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