Archiv der Kategorie: Appetit

Essen in Norwegen: Alles schmeckt weihnachtlich

Die Zeit rennt…nun bin ich seit ziemlich genau drei Wochen hier in Bergen. Und was beschäftigt einen in der Anfangszeit am meisten? Na klar: Wie man über die Runden kommt. Was kann man hier essen und trinken, was essen die Norweger, wo ist der nächste Supermarkt und natürlich das Wichtigste: Was kann man sich leisten? Eine Frage, die man leider nicht außen vor lassen kann.

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Insekten und Reisbier

Wir waren nun also am Flughafen in Shanghai. Eine große Gruppe von uns (13 Burschen) mit einem Großraumtaxi vom Pudong-Airport nach Jiading, ins zuvor gebuchte Hotel. Dies liegt am Campus, an dem wir studieren würden. Drei Wochen bis die Vorlesungen anfangen würden; Shanghai musste erkundet werden. Drei Wochen bis die Vorlesungen anfangen würden; Shanghai musste erkundet werden. Und Chinas Küche auch.

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An jeder Ecke Lieblingsessen

Für meine Familie und Freunde ist es schon lange kein Geheimnis mehr und ja ich will ganz ehrlich sein: Ich liebe es zu essen. Vor allem liebe ich gutes und einfaches Essen. Und hier in Recife erlebe ich momentan mehrere kulinarische Highlights nach einander.

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Zeigefinger in der Torte

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Foto: Laura Christoph

 

Nach ca. zwei Wochen in Brasilien habe ich mich bisher ganz gut eingelebt. Genauer gesagt bin ich in der Stadt Recife im Bundesstaat Pernambuco. Diese befindet sich im Nordosten des Landes oder auch dem „Nordeste“ auf Portugiesisch. Die ersten paar Tage habe ich bei meinem Cousin und seiner Familie gewohnt. Jedoch nur vorübergehend. Aber dadurch hatte ich erstmal genug Zeit, um anzukommen und eine kleine Wohnung für mich zu suchen. Das Angebot ist groß, aber nicht gerade zufriedenstellend.

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Peru – Abschlussball

In den letzten zwei Wochen war das einzige Gesprächsthema in der Schule: der bevorstehende Abschlussball. Alle haben sich ausgetauscht, welche Farbe ihr Kleid hat, welche Frisur sie machen wollen und wer ihr Begleiter ist. Ein großes drunter und drüber. Alle mussten sich einen Begleiter für den Ball suchen, der nicht von der Schule kommen durfte. Da ich Austauschschülerin bin und nicht „richtig“ zum Abschluss gehöre, durfte ich als Begleiterin in Frage kommen. Und tatsächlich hat mich ein Junge aus meiner Klasse gefragt und ich habe natürlich „Ja“ gesagt. Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Und dann eines Tages war es endlich soweit: der große Abend stand vor der Tür.
Um 18.30 Uhr stand dann Ricardo (der Junge, der mich eingeladen hat) vor der Tür und hat mich abgeholt. Zuerst habe ich ihm aber den Ansteckstrauß an sein Sakko befestigt und er mir den Handblumenstrauß umgebunden. Das ist eine Tradition hier und ich finde sie sehr schön. Mit seinen Eltern sind wir dann gemeinsam zum Fünf-Sterne-Hotel von Piura gefahren, wo der Ball stattfinden sollte. Wir waren eine der ersten, obwohl wir eine halbe Stunde zu spät waren. In Peru kommen immer alle viel zu spät! Nach zweistündigem Warten konnte die Zeremonie dann endlich beginnen. Es wurde mit der Entlassungsfeier angefangen und meine Mitschüler haben ihre Zeugnisse erhalten. Alle hatten diese berühmte Toga an. Nach vielen Reden mussten alle Abschlussschüler erst mit einem Elternteil und daraufhin mit der Begleitung Walzer tanzen, was aber eher einem Hin- und Herwippen glich. Anschließend wurden gefühlt tausend Fotos zur Erinnerung gemacht, weil es das letzte Mal war, dass wir uns als Jahrgang zusammen sehen. Dann war es endlich Zeit für das Essen. Aber zu meiner Enttäuschung gab es nur eine winzig kleine Portion und ich hatte so viel Hunger! Da hatte ich echt mehr von dem Fünf-Sterne-Hotel erwartet. Die Getränke waren aber lecker. Hier wird immer ein bestimmter Fruchtpunsch getrunken, der sich „sangria“ nennt.
Den Rest des Abends/Nacht haben wir mit Tanzen verbracht, was ziemlich viel Spaß gemacht hat. Ich finde es toll, dass hier so viel getanzt wird, so wird einem nie langweilig. Allerdings werden viele Latino-Songs gespielt, wozu man nur Salsa tanzen kann, was ich aber leider nicht kann. Ich hoffe, dass ich das noch lerne, denn alle können hier Salsa tanzen. Ich glaube, das liegt denen im Blut.
Um 3 Uhr morgens war ich dann erschöpft, aber glücklich, wieder zu Hause zu sein. Es war ein echt toller Abend und ich war froh, dass ich eingeladen wurde.

Ricardo und ich

Ricardo und ich

Meine Mitschüler mit Toga

Meine Mitschüler mit Toga

Peru – Weihnachten wie Silvester?

Dieses Jahr verlief mein Weihnachten deutlich anders… Es hat mich ein bisschen an Silvester erinnert.

Der Tag fing damit an, dass ich mit meiner Familie aus Deutschland geskypt habe und ich ihnen die Weihnachtsgeschichte auf Spanisch vorgelesen habe. Das war sehr schön, aber ich habe sie auch ziemlich stark vermisst.

Mittags sind wir dann zum Haus der Großeltern gefahren, die eine halbe Stunde entfernt wohnen. Dort haben wir bis zum Abend nur Fernsehen geguckt und mit dem Plastiktannenbaum Fotos gemacht. Ich hatte erwartet, dass wir mit der ganzen großen Verwandtschaft zusammen essen, aber im Endeffekt haben nur die Großeltern, die Familie des Bruders meiner Gastmutter und wir gemeinsam gegessen. Das Essen bestand aus Truthahn, Kartoffelsalat, Bananenchips und heißer Schokolade. Den Truthahn hatte der Großvater das ganze Jahr über auf dem Dach gezüchtet. Leider konnte ich das Essen nicht richtig genießen, weil ich Magenschmerzen hatte. Das kommt bei mir oft vor, irgendwie kann sich mein Magen nicht an alles Neue gewöhnen. Nach dem Essen haben wir wieder nur Fernsehen geguckt. Um zwölf Uhr ging aber dann das Feuerwerk los, ich habe mich wie an Silvester gefühlt. Daraufhin durften meine kleinen Nichten ihre Geschenke auspacken, denn hier dürfen die Geschenke erst um zwölf Uhr geöffnet werden. In Peru bekommen auch nur die Kleineren Geschenke. Damit war mein Heiligabend auch schon um.

Am nächsten Tag sind wir dann zum Haus einer Tante gefahren, wo wir den Rest der Verwandtschaft getroffen haben. Dort haben wir wieder mal viel gegessen und den ersten Weihnachtstag mit der ganzen Familie gemütlich verbracht. Dann merke ich immer wieder, wie wichtig die Familie für die Peruaner ist. Im Endeffekt war es also ein recht einfaches und ruhiges Weihnachtsfest, aber auf jeden Fall eine interessante Erfahrung.

Ich habe das deutsche Weihnachten vermisst, aber es wird ja nicht das letzte sein und wahrscheinlich werde ich es nächstes Jahr umso mehr schätzen.

Meine Familie und der Plastiktannenbaum

Meine Familie und der Plastiktannenbaum

Der Truthahn

Der Truthahn