Archiv der Kategorie: Heimweh

Das Leben beim Nachbarn – Studieren im Ausland

Oft im Leben guckt man auf seine größten Entscheidungen zurück und fragt sich, ob alles wirklich so gelaufen ist, wie man es sich zu Beginn vorgestellt hat. Dies hier ist mein Rückblick auf die eineinhalb Jahre, die ich bereits aufgrund meines Auslandsstudiums in Dänemark verbracht habe. Es gab Höhen und Tiefen, schöne und schwere Momente. In zwei Monaten habe die Halbzeit erreicht und und es scheint doch besser zu laufen als es am Anfang aussah.

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Das Leben zwischen zwei Kontinenten

Ich bin geboren und aufgewachsen in Kiel, ich habe mein Leben lang bei Kiel in Deutschland gewohnt. Ich bin ein richtig norddeutsches Kind, so würde ich mich beschreiben. Ich liebe Norddeutschland, ich mag das Meer, die raue und herzliche Art der Menschen, den Sinn für Humor und manchmal auch das Wetter.

Schon seit klein auf sind meine Eltern mit mir auf Reisen gegangen und haben mir neue Orte gezeigt. Doch nachdem ich die Schule beendet hatte, wollte ich mehr. Ich wollte eine ganz andere Kultur und ein Teil dieser Kultur werden. Also zog es mich nach Uganda um dort einen Freiwilligendienst zu absolvieren.

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Fernweh statt Heimweh

„Können wir so tun, als ob Flugzeuge am Nachthimmel wie Sternschnuppen sind? Denn ich könnte gerade wirklich einen Wunsch gebrauchen…“ (Airplanes – B.o.B. ft. Halley Williams)

Es muss eigentlich gar keine Sternschnuppe sein, dass Flugzeug selber würde ja auch schon reichen, um zurückzukommen…

Sechs Wochen ist es jetzt her. Erst? Schon?

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Über die Zeit (und ihre Beziehung zu Erasmus)

Erasmus gibt dir eine Menge Dinge. Liebe, Freunde, Zufriedenheit, Tränen, Stärke und Schwäche. Der Mut, jede Möglichkeit wahrzunehmen und die Angst, sich total verloren und orientierungslos zu fühlen. Das Einzige, was du nicht hast in Erasmus? Zeit.

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Farvel Norge…wieder zurück in Kiel

Irgendwann musste es ja so kommen: Das Ende meines Auslandssemesters war erreicht. Von Bergen habe ich mich zwar schon im Dezember verabschiedet, aber der Abschied von Norwegen stand noch bevor.

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Rückblick und Sirdal Huskyfarm: alles mal anders

Mal wieder ist seit meinem letzten Eintrag viel Zeit vergangen und dementsprechend viel passiert, über das ich nicht berichtet habe. Mein Semester in Bergen ist mittlerweile zuende gegangen – mein Aufenthalt in Norwegen sollte jedoch noch etwas andauern.

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Alles neu in Georgia

Seit Mittwoch gehe ich wieder zur Schule. Eigentlich hat die Schule schon letzte Woche wieder begonnen, aber da noch nicht wirklich sicher war, was als nächstes mit mir und Cherry und unserer Familiensituation passiert, sind wir erstmal zu Hause geblieben. Momentan sind wir vorübergehend bei meinem Koordinator und seine Familie, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Weiterlesen

Zu Hause mit „Saudade“

Meine letzte Woche in Brasilien habe ich bei meiner Familie verbracht. Aber vor allem habe ich die Zeit genutzt, um Freunde zu treffen und die zahlreichen Mitbringsel für meine Schwester und meine Mutter zu kaufen. Aber in der Woche konnte ich das Ende dann auch wiederum kaum abwarten. Es war sehr merkwürdig.

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Peru – Abschlussball

In den letzten zwei Wochen war das einzige Gesprächsthema in der Schule: der bevorstehende Abschlussball. Alle haben sich ausgetauscht, welche Farbe ihr Kleid hat, welche Frisur sie machen wollen und wer ihr Begleiter ist. Ein großes drunter und drüber. Alle mussten sich einen Begleiter für den Ball suchen, der nicht von der Schule kommen durfte. Da ich Austauschschülerin bin und nicht „richtig“ zum Abschluss gehöre, durfte ich als Begleiterin in Frage kommen. Und tatsächlich hat mich ein Junge aus meiner Klasse gefragt und ich habe natürlich „Ja“ gesagt. Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Und dann eines Tages war es endlich soweit: der große Abend stand vor der Tür.
Um 18.30 Uhr stand dann Ricardo (der Junge, der mich eingeladen hat) vor der Tür und hat mich abgeholt. Zuerst habe ich ihm aber den Ansteckstrauß an sein Sakko befestigt und er mir den Handblumenstrauß umgebunden. Das ist eine Tradition hier und ich finde sie sehr schön. Mit seinen Eltern sind wir dann gemeinsam zum Fünf-Sterne-Hotel von Piura gefahren, wo der Ball stattfinden sollte. Wir waren eine der ersten, obwohl wir eine halbe Stunde zu spät waren. In Peru kommen immer alle viel zu spät! Nach zweistündigem Warten konnte die Zeremonie dann endlich beginnen. Es wurde mit der Entlassungsfeier angefangen und meine Mitschüler haben ihre Zeugnisse erhalten. Alle hatten diese berühmte Toga an. Nach vielen Reden mussten alle Abschlussschüler erst mit einem Elternteil und daraufhin mit der Begleitung Walzer tanzen, was aber eher einem Hin- und Herwippen glich. Anschließend wurden gefühlt tausend Fotos zur Erinnerung gemacht, weil es das letzte Mal war, dass wir uns als Jahrgang zusammen sehen. Dann war es endlich Zeit für das Essen. Aber zu meiner Enttäuschung gab es nur eine winzig kleine Portion und ich hatte so viel Hunger! Da hatte ich echt mehr von dem Fünf-Sterne-Hotel erwartet. Die Getränke waren aber lecker. Hier wird immer ein bestimmter Fruchtpunsch getrunken, der sich „sangria“ nennt.
Den Rest des Abends/Nacht haben wir mit Tanzen verbracht, was ziemlich viel Spaß gemacht hat. Ich finde es toll, dass hier so viel getanzt wird, so wird einem nie langweilig. Allerdings werden viele Latino-Songs gespielt, wozu man nur Salsa tanzen kann, was ich aber leider nicht kann. Ich hoffe, dass ich das noch lerne, denn alle können hier Salsa tanzen. Ich glaube, das liegt denen im Blut.
Um 3 Uhr morgens war ich dann erschöpft, aber glücklich, wieder zu Hause zu sein. Es war ein echt toller Abend und ich war froh, dass ich eingeladen wurde.

Ricardo und ich

Ricardo und ich

Meine Mitschüler mit Toga

Meine Mitschüler mit Toga

Peru – Weihnachten wie Silvester?

Dieses Jahr verlief mein Weihnachten deutlich anders… Es hat mich ein bisschen an Silvester erinnert.

Der Tag fing damit an, dass ich mit meiner Familie aus Deutschland geskypt habe und ich ihnen die Weihnachtsgeschichte auf Spanisch vorgelesen habe. Das war sehr schön, aber ich habe sie auch ziemlich stark vermisst.

Mittags sind wir dann zum Haus der Großeltern gefahren, die eine halbe Stunde entfernt wohnen. Dort haben wir bis zum Abend nur Fernsehen geguckt und mit dem Plastiktannenbaum Fotos gemacht. Ich hatte erwartet, dass wir mit der ganzen großen Verwandtschaft zusammen essen, aber im Endeffekt haben nur die Großeltern, die Familie des Bruders meiner Gastmutter und wir gemeinsam gegessen. Das Essen bestand aus Truthahn, Kartoffelsalat, Bananenchips und heißer Schokolade. Den Truthahn hatte der Großvater das ganze Jahr über auf dem Dach gezüchtet. Leider konnte ich das Essen nicht richtig genießen, weil ich Magenschmerzen hatte. Das kommt bei mir oft vor, irgendwie kann sich mein Magen nicht an alles Neue gewöhnen. Nach dem Essen haben wir wieder nur Fernsehen geguckt. Um zwölf Uhr ging aber dann das Feuerwerk los, ich habe mich wie an Silvester gefühlt. Daraufhin durften meine kleinen Nichten ihre Geschenke auspacken, denn hier dürfen die Geschenke erst um zwölf Uhr geöffnet werden. In Peru bekommen auch nur die Kleineren Geschenke. Damit war mein Heiligabend auch schon um.

Am nächsten Tag sind wir dann zum Haus einer Tante gefahren, wo wir den Rest der Verwandtschaft getroffen haben. Dort haben wir wieder mal viel gegessen und den ersten Weihnachtstag mit der ganzen Familie gemütlich verbracht. Dann merke ich immer wieder, wie wichtig die Familie für die Peruaner ist. Im Endeffekt war es also ein recht einfaches und ruhiges Weihnachtsfest, aber auf jeden Fall eine interessante Erfahrung.

Ich habe das deutsche Weihnachten vermisst, aber es wird ja nicht das letzte sein und wahrscheinlich werde ich es nächstes Jahr umso mehr schätzen.

Meine Familie und der Plastiktannenbaum

Meine Familie und der Plastiktannenbaum

Der Truthahn

Der Truthahn